Am Mittwoch führte die Polizei eine Razzia in Gebäuden der Uni Frankfurt durch (Symbolbild)
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Am Mittwoch führte die Polizei eine Razzia in Gebäuden der Uni Frankfurt durch

Durchsuchungen

Razzia an Uni Frankfurt: Verdacht auf terroristische Vereinigung – Spontandemo gegen Durchsuchung

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Razzia an der Uni Frankfurt: Der Generalbundesanwalt lässt Gebäude durchsuchen, darunter auch Räumlichkeiten des Asta. Rund 300 Menschen kamen danach bei einer Spontandemo zusammen.

  • Vergangenen Mittwoch (17.06.2020) führt die Polizei Durchsuchungen in Frankfurt durch
  • Grund für die Razzia ist der Verdacht auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung
  • Die Razzia steht im Zusammenhang mit einem Anschlag auf ein Gerichtsgebäude in Leipzig

Update vom Freitag, 19.06.2020, 10.17 Uhr: Rund 300 Menschen demonstrierten am Donnerstagabend (18.06.2020) gegen eine Durchsuchung von Asta-Räumen in Frankfurt. Wie die Polizei mitteilte, verlief die Demo friedlich und endete ohne Zwischenfälle. 

Zu der Razzia kam es am Mittwoch. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft bestätigte am Donnerstagabend Durchsuchungen von Räumlichkeiten an zwei Orten in Frankfurt, darunter auch Räume des Asta. „Festnahmen sind nicht erfolgt.“ 

Razzia an Uni Frankfurt: Verdacht auf terroristische Vereinigung – Linke Gruppen organisieren Protest

Update vom Donnerstag, 18.06.2020, 14.06 Uhr: Linke Gruppierungen reagieren mit Protest auf die Durchsuchungen der Asta-Räume auf Beschluss des Generalbundesanwalts in Frankfurt. Mehrere Gruppen haben auf Twitter zu einer Spontandemonstration an diesem Donnerstag (18.06.2020) um 20 Uhr an der Bockenheimer Warte aufgerufen.

Den Aufruf verbreiteten bislang unter anderem die „Linksjugend“, ein parteinaher Jugendverband der Partei „Die Linke“, das Bündnis „Ökologisch, Radikal, Links“ und die Ortsgruppe Frankfurt am Main der „Roten Hilfe“. Man werde sich „nicht einschüchtern“ lassen, heißt es vonseiten der Aktivistinnen und Aktivisten.

Universtität Frankfurt: Razzia wegen Verdacht auf terroristische Vereinigung

Erstmeldung vom Mittwoch, 17.06.2020, 18.32 Uhr: Frankfurt - Der Generalbundesanwalt hat am Mittwoch (17.06.2020) auf Beschluss des Bundesgerichtshofs an zwei Orten im Frankfurter Stadtgebiet Räume durchsuchen lassen, darunter Räume des Asta der Frankfurter Goethe-Universität. Das hat ein Sprecher des Generalbundesanwalts am Mittwoch bestätigt.

Razzia an Universität Frankfurt wegen Anschlag in Leipzig

Bei den Razzien ging es nach Informationen der Frankfurter Rundschau um den Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Die Durchsuchungen stehen offenbar in Zusammenhang mit einem Anschlag auf ein Gebäude des Bundesgerichtshofs in Leipzig in der Nacht zum 1. Januar 2019, bei dem Unbekannte an mehreren Stellen Feuer gelegt hatten.

Uni Frankfurt: Nach Razzia befindet sich ein Beschuldigter in Polizeigewahrsam

Damals war auf der linken Onlineplattform „Indymedia“ ein Bekennerschreiben aufgetaucht, in dem „Autonome Gruppen“ die Aktion für sich reklamierten. Auf derselben Plattform hieß es am Mittwoch in einer anonymen Mitteilung zu den Durchsuchungen in Frankfurt, ein Beschuldigter befinde sich derzeit in Polizeigewahrsam. Ermittelt werde zudem gegen mindestens zwei weitere Unbekannte. Ein Sprecher des Generalbundesanwalts wollte am Mittwoch dagegen auf Anfrage keine Festnahmen bestätigen.

Der Asta der Goethe-Universität Frankfurt wollte sich auf Anfrage der Frankfurter Rundschau gestern zunächst nicht zu den Durchsuchungen seiner Räume äußern. 

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