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FR-Chefredakteurin Bascha Mika verspricht dem Publikum im Cinema bei der Begrüßung, dass sie nicht „Somewhere Over The Rainbow“ vorsingen wird. 

Frankfurt

FR Preview im Frankfurter Cinema: „Renée Zellweger spielt oscarverdächtig gut“

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200 Gewinnerinnnen und Gewinner sind schlichtweg begeistert von der FR-Preview zu „Judy“ im Cinema. Der Kinofilm läuft offiziell erst am 2. Januar an.

The Wizard of Oz‘ mit Judy Garland habe ich als Kind sehr geliebt. Deshalb wollte ich auch unbedingt Tickets für den Film ‚Judy‘ über Garlands Leben gewinnen“, erzählt Roanne Yee. Sie ist in Sydney, Australien, aufgewachsen, lebt aber schon lange in Frankfurt.

Yee ist an diesem Montagabend eine von 200 glücklichen FR-Leserinnen und Lesern, die knapp einen Monat vor dem offiziellen Kinostart „Judy“ sehen dürfen. Es ist die vierte FR-Preview mit dem Cinema am Roßmarkt. Vor dem Kinosaal bildet sich eine lange Schlange, das Foyer ist beim Popcornholen mehr als kuschlig voll. Der Hollywoodfilm erzählt über das tragische Leben der US-amerikanischen Schauspielerin und Sängerin Judy Garland, die mit nur 47 Jahren an einer Überdosis Schlaftabletten stirbt. Renée Zellweger spielt die Hauptrolle.

Judy Garland: Eine „sehr interessante wie zerbrechliche Frau“

Susanne Mayer aus Schöneck hat ihre Freundin als ihr „Plus 1“ mitgebracht. „Mein Mann macht bei fast allen Gewinnspielen mit, aber er ist heute auf Geschäftsreise. Außerdem meinte er, das sei doch eher ein Frauenfilm“, sagt sie und lacht. Die Geschichte von Garland habe sie sich vorab ergoogelt.

„Garland war eine sehr interessante wie zerbrechliche Frau. Ich bin gespannt wie Zellweger, die man als Bridget Jones kennt, sie spielen wird“, sagt Mayer. Im Kinosaal begrüßt FR-Chefredakteurin Bascha Mika das Publikum mit den Worten „Ich bin nicht Judy Garland. Und ich werde auch nicht ’Somewhere Over The Rainbow‘ vorsingen, aber sie können gerne mitsingen oder zumindest mitsummen.“

Judy Garland: Mutter von Liza Minelli, mehrfach geschieden und hoch verschuldet

Der Film erzähle die Geschichte einer Getriebenen, die immer habe funktionieren müssen. Immer wieder zeigt der Kinofilm in kurzen Rückblenden die Anfänge von Garland, die schon als Kinderstar Tabletten gegen das Hungergefühl, zum Aufputschen und auch zum Schlafen in der Hollywoodwelt verabreicht bekommt.

Die Haupthandlung spielt im Jahr 1969, fast 30 Jahre nach ihrem Welterfolg von „The Wizard of Oz“. Judy Garland ist Mutter von der da schon erwachsenen Liza Minelli und zwei kleinen Kindern. Sie ist mehrfach geschieden und hoch verschuldet, da bekommt sie das Angebot, fünf Wochen lang in einem Londoner Club aufzutreten. Die Auftritte sind mal grandios, mal pöbelt sie betrunken die Zuschauer an. Als sie „Somewhere Over The Rainbow“ anstimmt, bricht sie weinend zusammen. Doch die Zuschauer lassen sie nicht allein, und singen den Refrain für sie …

„Wer an dieser Stelle keine Gänsehaut bekommen hat, muss gefühlstot sein“, so eine Zuschauerin. Yee sagt: „Zellweger spielt oscarverdächtig gut. Aber da ich jetzt die traurige Geschichte hinter ,The Wizard of Oz‘ kenne, werde ich den Film nie mehr ungezwungen ansehen können.“ Ein Herr drückt seine Begeisterung für Zellwegers grandiose Gesangsleistung so aus: „Also, dass die Zellweger besser singen kann als Helene Fischer, hätte ich nie gedacht.“

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