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Etwa 25 000 Frankfurter haben für den Mietentscheid unterschrieben.

Wohnen

Frankfurt: Mieten steigen deutlich an

Die Mietpreise in Frankfurt sind weiter im Höhenflug. Besonders kleine Wohnungen werden immer teurer angeboten.

Trotz gestiegener Bautätigkeit werden Wohnungen in Frankfurt zu immer höheren Mieten angeboten. Nach Zahlen des Maklerhauses JLL werden im Mittelwert inzwischen 14,90 Euro pro Quadratmeter verlangt. Das ist ein Anstieg um etwa sechs Prozent im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2017.

Nur in München sind die Angebotsmieten noch deutlich höher. Dort werden Wohnungen im Median für 19,60 Euro pro Quadratmeter inseriert. Stuttgart liegt mit 14,55 Euro pro Quadratmeter auf Platz drei. Hamburg, Berlin und Köln sind deutlich günstiger.

Besonders stark sind nach Beobachtungen von JLL in Frankfurt die Mieten für kleine Wohnungen mit weniger als 45 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Diese würden im Mittelwert inzwischen für 19 Euro pro Quadratmeter angeboten – 16 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2017. Das habe etwa mit dem Bau von Mikroapartments in Quartieren wie dem Europaviertel zu tun, heißt es.

Hohe Preise im Ostend

Besonders stark steigen die Angebotsmieten laut JLL außer in den Innenstadtquartieren im Osten der Stadt – an der Europäischen Zentralbank und dem Osthafen. Das Maklerhaus spricht von Mietsteigerungen um mehr als 20 Prozent. Dort entstehen viele neue, zum größten Teil teure Wohnungen. Die Entwicklung beeinflusse auch die Mieten in Bornheim und Fechenheim.

Noch stärker als die Mieten steigen nach Angaben von JLL weiterhin die Preise, zu denen Eigentumswohnungen in Frankfurt angeboten werden. Das Maklerhaus nennt für das zweite Halbjahr 2018 einen Mittelwert von 5370 Euro pro Quadratmeter. Das ist ein Plus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Auch hier ist nur München teurer. In den Innenstadtarealen Frankfurts liegt das Preisniveau laut JLL sogar bei 6500 Euro pro Quadratmeter. Den höchsten Anstieg verzeichnet man westlich und nordwestlich der Innenstadtbereiche. Dort seien die Preise seit 2016 um 50 Prozent gestiegen.

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