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Sechsjähriger in Kindergarten tödlich verletzt

Frankfurt-Seckbach

Nach dem Tod eines Sechsjährigen:Kita hatte laut Stadt genügend Personal

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Nach dem Tod eines Sechsjährigen  verspricht Dezernentin Weber schnelle Aufklärung.

Nach dem Tod eines sechs Jahre alten Jungen in einer Seckbacher Kindertagesstätte hat Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) am Montag Behauptungen widersprochen, nach denen die städtische Einrichtung am Atzelberg personell unzureichend ausgestattet war. Alle Stellen in der Kita seien besetzt. Auch am Unglückstag, dem vergangenen Dienstag, seien genügend Beschäftigte anwesend gewesen, sagte Weber auf Anfrage der Frankfurter Rundschau.

Die Dezernentin sagte am Nachmittag, sie sehe es als ihren Auftrag an, so schnell wie möglich Klarheit zu schaffen, wie das tragische Unglück passieren konnte. Wohl das gesamte Mitgefühl der Stadt sei nun bei der Familie des gestorbenen Jungen.

Frankfurt-Seckbach: Schock über Tod des Sechsjährigen

Auch auf Facebook zeigte sich Weber „schockiert und unfassbar traurig über den tödlichen Unfall des kleinen Antonio“. Das eigene Kind zu verlieren, sei das Schlimmste, was Eltern passieren könne. „Für diesen großen Schmerz gibt es keinen Trost.“ Weber wünschte der Familie des Jungen „viel Kraft und dass sie die Hoffnung nicht verlieren“. Sie versprach, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, „damit so etwas nie wieder passiert“.

Der Elternbeirat der Kita sammelt Spenden für die Familie des ums Leben gekommenen Jungen. 

Spenden sind per Paypal an eb-kiz94@gmx.de möglich.  

Die Staatsanwaltschaft, die wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt, hatte am Freitag mitgeteilt, dass nach dem Ergebnis der Obduktion alles auf einen tödlichen Stromschlag hindeute. Im Rahmen ihrer Ermittlungen will sie, wie Staatsanwältin Nadja Niesen bestätigte, unter anderem prüfen lassen, ob etwas an den Steckdosen in der Kita nicht in Ordnung war. Augenzeugen hatten berichtet, dass eine Steckdose in der Kita am Kabel aus der Wand hing.

Kita bleibt nach Tod des Sechsjährigen geschlossen

Die Einrichtung am Atzelberg war auch am Montag noch geschlossen. Beim Bildungsdezernat hieß es auf Anfrage, man könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, wann sie wieder öffnet. Zunächst soll noch ein Elektrosachverständiger die elektrischen Anlagen in der Kita inspizieren. Erst wenn dieser deren Unbedenklichkeit bescheinigt, soll die Einrichtung wieder öffnen.

Die sonst in der Kindertagesstätte am Atzelberg betreuten Kinder sind, wie das Dezernat auf Anfrage der FR berichtet, vorübergehend in anderen Einrichtungen untergekommen. Vor der Wiedereröffnung des Kinderzentrums will die Stadt die Eltern der Kinder zu einem Gespräch mit der Bildungsdezernentin einladen. Dabei wird Weber den Sachstand erläutern und Fragen der Eltern beantworten.

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