Bei tropischen Temperaturen schwören Yasuhito Kato, Juri Minich und Tsubasa Saito auf erfrischendes Kakigori-Eis.
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Bei tropischen Temperaturen schwören Yasuhito Kato, Juri Minich und Tsubasa Saito auf erfrischendes Kakigori-Eis.

Kakigori in Frankfurt: Rettende Erfrischung aus Japan

  • Sophie Vorgrimler
    vonSophie Vorgrimler
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„Tokyo Yatai“ verkaufen am Main-Ufer in Frankfurt das Schnee-Eis Kakigori. Drei Mitarbeiter teilen ihre Erinnerungen an heiße japanische Sommer.

Tsubasa Saito: Bei Sommerfesten in Japan ist es üblich, einen Turm mit roten Laternen daran in der Mitte der Veranstaltung aufzubauen. Alle tragen eine Yukata, das ist ein traditionelles japanisches Sommergewand. Wenn die Sonne untergeht, bilden die Jungen und Alten einen Kreis um den Turm und tanzen. Den Tanz nennt man Bon Odori, er hat eine lange Geschichte, die etwa 600 Jahre zurückreicht. Manche Städte in Japan haben ihre eigene Bon-Odori-Musik. Ich habe viele gute Erinnerungen an heiße Sommerabende, wenn ich mit Schulfreunden dort getanzt habe.

Yasuhito Kato: In Japan werden in jedem Sommer große Sportmeisterschaften für Oberstufen-Schüler veranstaltet. Pro Altersklasse nehmen daran oft über 100 Schüler teil. Das Baseball-Turnier ist im großen Koshien-Stadion in Nishinomiya und Fußball wird im Kokuritsu-Stadion in Shibuya gespielt, wo auch schon die Olympischen Spiele stattgefunden haben. Eine dieser Meisterschaften zu gewinnen, ist der große Traum aller Schüler, auch von mir. Dafür habe ich in den Sommerferien oft bei 40 Grad von morgens bis abends trainiert, an fast jedem Tag. Das war anstrengend, hat aber auch Spaß gemacht. Diese Zeit nennt man in Japan Seishun Jidai, das heißt Blaue Frühlingszeit.

Japanisches Schnee-Eis in Frankfurt

Mit diesem Gutschein erhalten FR-Leserinnen und -Leser eine Probierportion des japanischen Schnee-Eises „Kakigori“ beim Food-Truck von „Tokyo Yatai“ für einen Euro.

„Kakigori“ gibt es bei gutem Wetter ab 20 Grad am Deutschherrnufer 41 in Sachsenhausen, immer dienstags, mittwochs und freitags von 14.30 bis 19 Uhr, an Wochenenden von 12.30 bis 19 Uhr . Das Angebot gilt bis zum 16. August. Weitere Infos unter: www.tokyo-yatai.com

Juri Minich : Der Sommer in Japan zeichnet sich durch seine unglaubliche Hitze und Luftfeuchtigkeit aus. Anders als in Deutschland besitzt jedes Haus, jedes Geschäft, jedes Lokal und jeder Zug eine funktionierende Klimaanlage. Zehn Minuten an der frischen Luft – und man braucht eine Dusche. Die sind allerdings so kalt eingestellt, dass man erst mal von einer Hitzewand erschlagen wird, wenn man einen gekühlten Raum verlässt. In so einem Sommer kam ich das erste Mal mit Kakigori-Eis in Kontakt – es war wie ein Geschenk, das mich kurzzeitig von den tropischen Verhältnissen draußen ablenkte. Wer nach Japan reisen will, dem empfehle ich, das im Frühling oder Herbst zu tun.

Tsubasa Saito : Der japanische Sommer ist wirklich sehr heiß. Wenn ich von der Schule nach Hause gekommen und in mein Zimmer gegangen bin, habe ich es geliebt, wie die eisgekühlte Luft der Klimaanlage bereits unter meiner Zimmertür hervorgequollen ist und meine Füße berührt hat. Ich habe dann im kalten Zimmer Gameboy gespielt und dabei das laute Zirpen der Zikaden durch das Fenster gehört. Danke Mutti, dass du mein Zimmer immer im Voraus gekühlt hast!

Aufgezeichnet von Sophie Vorgrimler

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