+
25 Humboldt-Pinguine gewöhnen sich ein.

Zoo

Humboldt-Pinguine inspizieren ihr neues Zuhause im Frankfurter Zoo

  • schließen

25 Humboldt-Pinguine gewöhnen sich in ihrem neuen Quartier im Frankfurter Zoo ein.

Neugierig strecken Nemo, Perla, Murmel, Teddy, Tiffi und die anderen ihre kurzen, dicken Hälse aus dem Wasser in die Höhe und den Besuchern entgegen. Nachdem sie erst vor wenigen Tagen umgezogen sind, erkunden die 25 Humboldt-Pinguine im Frankfurter Zoo ihr neues Quartier. Anlässlich dieses Umzugs feierte der Tiergarten am Samstag ein „Pinguinfest“ mit Quiz, Basteln und Kinderschwimmen.

Aber am interessantesten sind natürlich die Gefeierten selbst, die aufgrund ihrer Gesichtsmaserung zur Gattung der Brillenpinguine zählen, bis zu 30 Jahre alt werden und vor den Küsten Chiles und Perus ihre Heimat haben. Meist schwimmen sie in der Kolonne durch ihr Becken, das ziemlich zentral – fast in der Mitte des Tiergartens – neben dem der Robben liegt und an den „Großen Weiher“ grenzt.

Nach einem kurzen Luft- schnappen tauchen die Vögel, die nach ihrem Entdecker Alexander von Humboldt benannt sind, manchmal aber auch vereinzelt unter, so dass die Besucher sie durch Glasscheiben auf Höhe der Wasseroberfläche oder darunter beobachten können.

Elf Pinguin-Weibchen und 14 Männchen

„Sie gucken sich nach und nach die Anlage an“, berichtet Tierpflegerin Ann-Kathrin Will. Zuerst sei das Wasserbecken dran, ergänzt ihr Kollege Michael Walther. „Da fühlen sie sich wohler, an Land sind sie unbeholfener“, sagt der 39-Jährige. Dorthin werden die elf Weibchen und 14 Männchen aber früher oder später watscheln. Denn die Felslandschaft bietet Löcher, die als Nisthöhlen dienen sollen. „Och, wie süß“, entfährt es Elif, als sie die ein bis zwei Jahre alten Tiere zum ersten Mal sieht. Die Älteren, mit etwa 38 Zentimetern Körpergröße ausgewachsene Exemplare, sind an ihren stärker ausgeprägten weißen Streifen und Punkten auf dem Bauch zu erkennen. Bei den Jüngeren sind diese Merkmale noch weniger ausgeprägt.

Lesen Sie auch: Neue Heimat für 25 Pinguine in Frankfurt

Lesen Sie auch: Adieu Eselspinguine, hallo Humboldt-Pinguine

„Jetzt leben sie in der Freiheit“, freut sich die Achtjährige, die mit ihrem kleinen Brüderchen Harun und Vater Salem Alibi aus Nied in den Zoo gekommen ist. „Vorher hatten sie nicht so viel Platz gehabt“, berichtet Elif, die als Jahreskartenbesitzerin mit ihrer Familie regelmäßig in den Zoo kommt. „Zu klein war es vorher“, pflichtet auch ihr Vater bei.

Pinguine waren übergangsweise im Exotarium untergebracht

In der Tat war im Exotarium weniger Platz, wo die Pinguine, die aus drei verschiedenen deutschen und einem französischen Zoo nach Frankfurt gekommen sind, zum Übergang untergebracht waren. Im Exotarium waren sie seit Dezember, zum einen zur Quarantäne, zum anderen in Wartestellung, bis die rund sieben Millionen Euro teure Anlage endlich fertig geworden ist. Rund zwei Jahre wurde daran gebaut.

„Die haben’s hier gemütlich“, findet die neunjährige Karla. Auch Mutter Melanie Gabriel, die ihren dreijährigen Sohn Theo auf dem Arm hält, ist voll des Lobes.

Nach der „langen Baustelle“ wollte sich die Familie aus dem Frankfurter Nordend, die wöchentlich in den Zoo kommt, die neue Anlage mal anschauen. „Die Verbindung für die Besucher zwischen Robben und Pinguinen ist riesengroß“, sagt die 44-Jährige. Eine solch große Pinguinanlage habe sie überhaupt noch nicht gesehen.

An Land haben die Tiere 410 Quadratmeter zur Verfügung. Das Volumen des Wasserbeckens beträgt 435 Kubikmeter. Eine der wichtigsten Fragen für ihren Sohn und ihre Tochter sei der Nachwuchs der Tiere, berichtet Gabriel. Nisthöhlen gibt es 29 und neben dem Frühjahr brüten Humboldt-Pinguine als Nächstes im Herbst.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare