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Anwohner ärgern sich über Wildwuchs bei der Außengastronomie in der neuen Altstadt.

Neue Altstadt

Frankfurter Stadthaus soll für nicht gewerbliche Nutzer günstiger werden

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Das Stadthaus in Frankfurt soll für nicht gewerbliche Nutzer günstiger werden. Ärger herrscht über die Gastronomie in der Frankfurter Altstadt.

Das Stadthaus am Dom soll noch in diesem Jahr günstiger als bisher vermietet werden. Das hat Peter Hovermann, der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Lectron, am Montagabend im Dom-Römer-Ausschuss angekündigt. Bisher zahlen gewerbliche Nutzer 3500 Euro am Tag, nicht gewerbliche Nutzer, also etwa Vereine oder die Stadt, 1500 Euro am Tag. Das war auf Kritik gestoßen. Zumal die Belegung des Hauses zunächst miserabel war.

Nun sollen die Preise für die nicht gewerblichen Nutzer nach unten korrigiert werden, wie Hovermann sagte. Bei den gewerblichen Kunden setzt er auf ein transparenteres Preissystem, das auch erlaubt, nicht das ganze Haus, sondern nur den großen Saal zu buchen. Ziel sei, dass die Einnahmen des Hauses, das zunächst auch als Kirchenmuseum dienen sollte, durch eine höhere Belegung trotz niedrigerer Preise steigen, sagte Hovermann.

Auslastung des Stadthauses hat sich schon verbessert

Schon jetzt habe sich die Auslastung des Hauses deutlich verbessert. Nach nur 33 Veranstaltungen im Jahr 2018 werde es dieses Jahr mindestens 60 geben: 18 habe man bereits durchgeführt, zwölf seien gebucht, für 27 gebe es verbindliche Anfragen, rechnete Hovermann vor. Möglich sei es, 100 teils mehrtägige Veranstaltungen pro Jahr im Stadthaus auszurichten. Dieses Ziel werde die Betreibergesellschaft, eine Tochter des Frankfurter Vereins für soziale Heimstätten, spätestens im Jahr 2020 erreichen. Schon dieses Jahr werde das Haus keinen Zuschussbedarf der Stadt mehr benötigen, versprach Hovermann.

Noch immer verfügt das Haus, wie Hovermann einräumte, aber über kein schnelles W-Lan. Bisher behelfe man sich mit mobilen Lösungen, die sehr teuer seien. Ziel sei es, dieses Problem bis Sommer bewältigt zu haben.

„Wildwuchs“ bei Außengastronomie kritisiert

Anwohner, aber auch Vertreter der Gastronomie in der neuen Altstadt zwischen Dom und Römer, kritisierten im Ausschuss einen „Wildwuchs“ bei der Außengastronomie im Viertel. Jeder Gastronom könne offenbar hinstellen, was er wolle, hieß es. Selbst Stellplätze und Gehwege seien versperrt. Und einige Wirte träten auch noch aggressiv auf. Die Stadt müsse endlich aktiv werden.

Diese muss das Areal noch als öffentlichen Raum widmen, damit die städtischen Ämter die Außengastronomie regeln können. Eine entsprechende Gestaltungsrichtlinie hat das Planungsamt erarbeitet. Sie muss noch in den Magistrat eingebracht und im Stadtparlament beschlossen werden. Die Abstimmung mit den anderen Ämtern sei aufwendig gewesen, sagte Mark Gellert, Sprecher von Planungsdezernent Mike Josef (SPD) auf Fragen hin. Ein rechtsfreier Raum sei die neue Altstadt aber auch bisher nicht. Barbara Brehler-Wald, Büroleiterin von Liegenschaftsdezernent Jan Schneider (CDU) sagte, die Dom-Römer-GmbH werde mit den Gastronomen noch einmal das Gespräch suchen.

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