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Jil Sander lockte weltweit

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Ausstellung über die Modemacherin war die erfolgreichste des MAK

Wer über Kunst reden möchte, darf über Geld nicht schweigen. Getreu djieses Mottos hat Matthias Wagner K, der Direktor des Museums Angewandte Kunst (MAK), schon seit seinem Amtsantritt 2012 gehandelt Und so legt er auch bei der Jahrespressekonferenz 2019 das Rechnungswesen des Hauses offen wie vielleicht bei keinem anderen Museum in Frankfurt.

Das operative Budget des Hauses im Jahre 2018 umfasste 1,5 Millionen Euro. Auch die Werkverträge mussten damit finanziert werden. Die Stiftung Museum Angewandte Kunst, die Wagner K. vor zwei Jahren gegründet hatte, sammelte im vergangenen Jahr mehr als 326 000 Euro ein. Dieses Geld wurde ohne Abzüge an das Museum weitergegeben. Durch Sponsoring und Spenden gingen 150 000 Euro ein.

Aus Eintrittsgeldern nahm das Haus weitere 470 000 Euro ein. Aus Vermietungen, dem Verkauf von Handelswaren und den Entgelten, die zum Beispiel Kursteilnehmer im Bildungsprigramm zahlten, gingen 315 000 Euro ein.

Die Stadt Frankfurt zahlte dem Haus einen Ausgleich für die Verluste aus dem freien Eintritt für Kinder und Jugendliche, außerdem gab es Geld aus dem städtischen Kooperationspool der Museen und anteilig aus dem Verkauf des Museumstickets. Diese Quellen brachten 240 000 Euro ein.

Im vergangenen Jahr wurden sieben Austellungen gezeigt. Darunter war die erfolgreichste überhaupt in der langen Geschichte des Hauses: „Jil Sander – Präsens“. Die Schau über die berühmte Modemacherin brachte mehr als 120 000 Besucherinnen und Besucher ins Haus, sogar Gäste aus den USA fanden den Weg nach Frankfurt, um die weltweit erste Einzelschau zu sehen, die in einem Museum Jil Sander gewidmet war.

Diese Schau, die bereits am 4. November 2017 begonnen hatte und bis zum 6. Mai 2018 dauerte, trug überwiegend zu den 141 747 Besucherinnen und Besuchern insgesamt 2018 bei. Auch 10 290 Kinder und Jugendliche kamen .

Das Museum baut das Begleitprogramm kontinuierlich aus. Zu den 50 Ausstellungen seit der Neueröffnung 2013 gab es insgesamt mehr als 350 Veranstaltungen.

Die Creative Abteilung des Hauses organisierte im vergangenen Jahr mehr als 670 Veranstaltungen. Sehr beliebt waren zum Beispiel die Töpferkurse im vergangenen Sommer. Es wurden aber auch 70 Kindergeburtstage ausgerichtet und 227 private Führungen organisiert.

Das Museum profitiert noch immer von der Jil Sander Ausstellung. Derzeit gibt es Gespräche mit anderen internationalen Häusern, die diese Schau ebenfalls zeigen wollen.

Im internationalen Leihverkehr wurden zum Beispiel aus der Sammlung der Firma Braun 142 Stücke an das Philadelphia Museum of Art in den USA ausgeliehen.

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