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Die Spezialkräfte der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit-Einheiten sind bei Großveranstaltungen im Einsatz.

Ermittlungen laufen

Frankfurter Polizist unter Verdacht der sexuellen Nötigung

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Ein Polizeibeamter soll eine Frau bei einer sogenannten „Blaulicht“-Party in Frankfurt-Sachsenhausen  gewürgt und sexuell genötigt haben.

Schon wieder muss sich die Frankfurter Polizei mit einem schweren Fehlverhalten eines Beamten auseinandersetzten. Ein Polizist der Frankfurter Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) steht unter Verdacht, bei einer Party für Einsatzkräfte eine Frau sexuell genötigt und verletzt zu haben.

„Er soll im alkoholisierten Zustand eine Frau angegangen sein“, sagte eine Sprecherin der Polizei auf Anfrage der FR am Montag. Das mutmaßliche Opfer ist nach Angaben der Sprecherin keine Polizistin. Gegen den Beamten sei bereits ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Körperverletzung und sexuelle Nötigung eingeleitet worden. Zudem sei ein Diszplinarverfahren gegen den Beamten eröffnet worden.

Frankfurt: Party in Hotel in Sachsenhausen

In der Regel ruhen Disziplinarverfahren bis zum Abschluss der strafrechtllichen Ermittlungen. Der Mann sei aber direkt nach dem Vorfall am 21. September im Hotel Leonardo in Sachsenhausen in eine andere Dienststelle versetzt worden. Nun müsse man die Ergebnisse der Ermittlungen für weitere Konsequenzen abwarten.

Die Spezialkräfte der BFE-Einheiten sind bei Großveranstaltungen wie Demonstrationen, Fußballspielen oder Razzien im Einsatz.

Die Party, die BFE-Beamten Ende September auf der 25. und 26. Etage des Hotels in Sachsenhausen besuchten, war ein privates Vergnügen. Die Veranstaltung war nicht vom Hotel selbst, sondern von der „Blaulicht-Union“-Party organisiert. Diese Veranstaltungen finden bundesweit statt.

Frankfurt: Atmosphäre alles andere als ungezwungen

Auf der Homepage steht: „Die Blaulicht-Union-Party ist eine Veranstaltungsreihe von Kollegen für alle ,Helfer, Retter & Freunde‘ des täglichen Diensts am Menschen.“ Zielgruppe seien „Polizisten, Feuerwehrleute, Krankenschwestern und -pfleger, Ärzte und Arzthelferinnen, Sanitäter, Zoll- und Justizbeamte“.

In lockerer und ungezwungener Atmosphäre würden abseits vom oft so stressigen Dienstalltag entspannte Gespräche bei kühlen Drinks geführt. Der FR liegen Hinweise vor, dass es an dem Abend aber eben alles andere als entspannt und locker zuging.

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Der Ablauf wird in einem anonymen Brief an die Frankfurter Rundschau geschildert. Danach sollen sich Beamte der BFE zunächst die T-Shirts vom Körper gerissen haben und mehrere Frauen auf anstößige Art bedrängt haben. Der beschuldigte Beamte soll dann eine Frau eine Minute lang in den Würgegriff genommen haben. Die Frau habe versucht, sich zu wehren, sei aber durch den Würgegriff völlig hilflos gewesen.

Frankfurt: Opfer abgeleckt und gebissen

Der Polizist soll dann das Opfer abgeleckt und gebissen haben. Die Frau soll sehr erschrocken gewesen sein und sehr geweint haben, heißt es in dem Brief. Ein Türsteher habe schließlich die Polizei angerufen.

Der Veranstalter der Blaulicht-Partys, Robin Teis, der die bundesweiten Partys von Dortmund aus organisiert, war selbst an dem Abend vor Ort. Den Vorfall selbst habe er nicht beobachtet, aber mitbekommen, dass ein Beamter mit auf die Wache genommen worden sei. Der FR sagte er auf Nachfrage: „Es ist aber nichts Schlimmes passiert. Nur eine Anzeige wegen einfacher Körperverletzung. Der Mann war halt betrunken.“

Ingo Domaschke, Cluster General Manager des Leonardo Hotels, sagte der FR: „Die Blaulicht-Union-Partys finden immer wieder bei uns statt, aber bislang gab es keine Vorfälle wie diesen.“

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Frankfurter Beamter selbst ins Zwielicht gerät. Zuletzt war ein Polizist mit einem umstrittenen Symbol aus der rechten Szene auf der Uniform aufgefallen.

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