Fehlalarm

Frankfurt: Polizeieinsatz sorgt für Aufruhr im Klapperfeld

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
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Ein großer Einsatz sorgt am Samstag für Irritationen in Frankfurt. Eine angebliche Messerstecherei im Kulturzentrum Klapperfeld stellt sich als Fehlalarm heraus.

Eine angebliche Messerstecherei hat am Kulturzentrum Klapperfeld für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt.
  • Eine vermeintliche Messerstecherei sorgte für einen Großeinsatz der Polizei am Klapperfeld.
  • Sogar ein Überfallkommando war im Einsatz.
  • Die Betreiber des Kulturzentrums Klapperfeld kritisieren den Einsatz der Polizei.

Frankfurt – Ein großer Polizeieinsatz hat am Samstagabend (25.07.2020) in der Frankfurter Innenstadt für Aufregung gesorgt. Gegen 21.50 Uhr riegelten Polizeieinheiten die Klapperfeldstraße ab. Nach Polizeiangaben vom Sonntag hatte ein anonymer Anrufer eine Messerstecherei in dem ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld gemeldet, das von der Initiative „Faites votre jeu“ als Begegnungsstätte genutzt wird.

Laut der Initiative rückte die Polizei mit Spezialeinheiten, einer Hundestaffel und einem Überfallkommando an. Das Überfallkommando habe zwischenzeitig auch versucht, sich gewaltsam Zutritt zu dem Gebäude zu verschaffen. Über Lautsprecherdurchsagen erfuhren Passanten und die Besucher im Klapperfeld von einer angeblichen Messerstecherei. Die Polizei ließ sich dann aber davon überzeugen, dass es sich um einen Fehlalarm gehandelt habe und niemand verletzt sei.

Einsatz der Polizei am Klapperfeld: Initiative fühlt sich diffamiert

Die Initiative machte sich am Sonntag (26.07.2020) mit einer Pressemitteilung Luft. „Faites votre jeu“ fühlt sich durch den Polizeieinsatz diffamiert. So habe die Polizei bereits auf Twitter über eine angebliche Messerstecherei im Klapperfeld berichtet, ohne irgendwelche Erkenntnisse über die Lage vor Ort zu haben. Die Initiative sieht den massiven Polizeieinsatz als Teil einer Diffamierungskampagne, die es in den vergangenen Jahren immer wieder gegeben habe, um die Schließung des autonomen Zentrums zu erreichen.  

Rubriklistenbild: © Andreas Arnold /dpa / picture alliance

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