Ausländerbehörde

Frankfurt will mehr Personal für Ausländerbehörde 

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Die Stadt will die Ausländerbehörde für Bewerber attraktiver machen. Dazu sollen auch die Gehälter steigen. 

Mit einer besseren Bezahlung der Mitarbeiter will die Stadt Frankfurt den chronischen Personalmangel bei der Ausländerbehörde bekämpfen. 83 Stellen in den beiden bei Mitarbeitern unbeliebtesten Fachbereichen würden künftig höher entlohnt, sagte Personaldezernent Stefan Majer (Grüne) am Montagabend im Rechtsausschuss der Stadtverordnetenversammlung.

Die Zustände bei der Ausländerbehörde werden seit Jahren scharf kritisiert. Lange Wartezeiten, mangelnde telefonische Erreichbarkeit, schlechter Service. Die Stadt hatte darauf schon vor Jahresfrist reagiert und zusätzliche Stellen geschaffen. Das Problem: Die Ausländerbehörde kann sie nicht besetzen.

Wegen der schlechten Bezahlung und chronischer Überarbeitung hat sich die Personalsituation sogar noch verschlimmert. So berichtete Behördenleiter Norbert Euler im Ausschuss, derzeit seien von den 150 Stellen 15 unbesetzt. Anfang des vergangenen Jahres habe es nur sechs unbesetzte Stellen gegeben. Durch den Personalmangel sei die Hotline derzeit nur an 20 statt zuvor 23 Stunden in der Woche besetzt. Auch die Warteschlangen vor der Behörde im Gallus seien zu Beginn dieses Jahres wieder länger geworden als vor zwölf Monaten. Wöchentlich würden derzeit bis zu 1500 Menschen vor der Behörde anstehen.

Die bessere Entlohnung sei ein „wichtiges Signal“ an die Mitarbeiter, freute sich Euler. Er warb aber gleichzeitig um Verständnis, dass sich die Situation frühestens in einem halben Jahr entspannen würde. So lange werde es dauern, bis die derzeit eingestellten Kollegen ausreichend geschult und einsetzbar seien. Entlastung erhofft sich Euler auch von der Digitalisierung der Akten bis Ende des Jahres.

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