Kinderbetreuung

Frankfurt: Was passiert mit den Kitas nach den Ferien?

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Bislang läuft die Notfallbetreuung in Kitas nur für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufsgruppen sind. Am Mittwoch wird voraussichtlich über Lockerungen entschieden.

Am Sonntag sind die Osterferien in Hessen vorbei. Keine gewöhnlichen Ferien, inmitten der Corona-Krise. Wie geht es ab Montag in den Kitas in Frankfurt weiter? „Momentan gibt es viele Spekulationen. Wir warten auf die Entscheidungen der Bundes- und Landesregierung. Wenn wir diese schriftlich vorliegen haben, werden wir sie ab nächsten Montag umsetzen“, sagt Frankfurts Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) am Dienstagabend, einen Tag vor der Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten.

Bei der Konferenz am heutigen Mittwoch soll es um mögliche Lockerungen der Maßnahmen gehen, die gegen die Ausbreitung des Coronavirus verhängt worden waren. Zurzeit werden laut Weber 600 Kinder von Eltern, die in systemrelevanten Berufsgruppen arbeiten, in der Notfallbetreuung in kleinen Gruppen betreut. Die Kinder seien in der Regel in den Kitas, in denen sie auch sonst sind. „Damit die Kinder gerade in Krisenzeiten bei vertrauten Erziehern sind und die Anzahl der Kontakte reduziert werden.“

Im Normalbetrieb seien es 70 000 Kinder inklusive der Schulkinder, die im Hortbereich in Frankfurt betreut würden. Weber sagt: „Obwohl es mittlerweile reicht, dass ein und nicht wie anfangs beide Elternteile systemrelevante Berufe haben, gab es nur einen leichten Anstieg der Zahl der Kinder in der Notfallbetreuung.“

Noch kein großer Aufschrei der Eltern

Auch an den Feiertagen und Wochenenden habe die Betreuung bislang sehr gut geklappt. „Für ihre Leistung möchte ich mich sehr bei den Erzieherinnen und Erziehern bedanken. Genauso für die große Bereitschaft der Eltern, die eben nicht ihre Kinder in die Kitas schicken können.“ Weber betont: „Ich weiß, dass es eine sehr große Belastung ist, Homeoffice und Kinderbetreuung zu vereinbaren und dass das kein Dauerzustand sein kann. Wir hoffen, dass so schnell wie möglich Lockerungen kommen, aber das muss auch medizinisch vertretbar sein. Erst dann können wir guten Gewissens wieder für alle öffnen.“

Und wie reagieren die Eltern? Thomas Krohn, Vorsitzender des Gesamtelternbeirats der städtischen Kinderzentren Frankfurts, sagt, es habe noch keinen großen Aufschrei der vielen Eltern, die ihre Kinder nicht in die Kita bringen dürfen, gegeben. Einmal gebe es die Eltern, die ihre Kinder vor Ansteckung mit dem Virus schützen wollten. „Und vielleicht liegt es auch daran, dass sich einige Eltern die Zeit für die Osterferien schon eingeplant hatten. Was aber passiert, wenn die Einrichtungen für sie auch im Mai geschlossen bleiben? Werden die Eltern dann vielleicht doch streiken?“

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