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Frankfurt: Ganz viel Schutz und Hygiene gibt es in der Corona-Krise bei Beauty Mosaic Kosmetiksalon. 

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Frankfurt: Kosmetiksalons wieder offen

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Gesichtsbehandlungen ohne Maske sind trotz Corona vom Land erlaubt. Aber das Hessische Sozialministerium rät davon ab. Was dürfen Kosmetikerinnen in Frankfurt?

  • Frankfurt: Auch Kosmetikerinnen dürfen wieder öffnen
  • Betreiberinnen rätseln, was in der Corona-Krise erlaubt ist
  • Hessisches Ministerium rät von Gesichtsbehandlungen ab

Darf ich meinen Kundinnen nun die Augenbrauen zupfen oder nicht? Was ist mit Peelings? So richtig klar, welche Gesichtsbehandlungen sie anwenden dürfen, ist den meisten Kosmetikerinnen in Frankfurt am Montag nicht. Wie die Friseure dürfen sie an diesem Tag als Teil der Lockerungen der Corona-Maßnahmen wieder öffnen.

„Aber während die Friseure drei Wochen Zeit hatten, um sich vorzubereiten, hatten wir nur drei Tage, um die Hygieneregeln umzusetzen. Und ich fühle mich sehr schlecht von den Behörden informiert, was denn nun erlaubt ist“, sagt Fabienne Grund, die auf der Bockenheimer Landstraße den Kosmetiksalon „Schön in Frankfurt“ betreibt. Während Friseuren Wimpernfärben und Augenbrauenzupfen nicht erlaubt ist, ist dies bei Kosmetiksalons nicht klar formuliert. Auf der Internetseite des Landes Hessen steht nur: „Auch für Kunden ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zwingend vorgeschrieben. Diese darf nur abgenommen werden, wenn die Inanspruchnahme der Dienstleistung nur ohne Mund-Nasen-Bedeckung erfolgen kann.“

Frankfurt: Ausgebuchte Termine bei Kosmetikerinnen

Grund sagt: „Bei allen Gesichtsbehandlungen habe ich eine Petrischale bereitgestellt, wo die Kundinnen ihre Maske ablegen können. Ich selbst trage eine Maske, aber so oder so komme ich den Kundinnen nah. Abstand halten ist schwierig.“ Beim Eintreten müssen sich Kundinnen die Hände desinfizieren. 

Auf Nachfrage der FR beim hessischen Ministerium für Soziales und Integration, sagt eine Sprecherin: „Von gesichtsnahen Dienstleistungen sollte wegen der Infektionsgefahr Abstand genommen werden.“ Also sei die Empfehlung, nicht in Kosmetiksalons für Gesichtsbehandlungen zu gehen. „Dann müssten wir doch gar nicht aufmachen“, sagt eine Kosmetikerin in Bockenheim. Fabienne Grund sagt, sie biete wie die meisten ihrer Kolleginnen alle Gesichtsbehandlungen an. „Schwangere Frauen nehme ich nicht auf, und älteren Kundinnen rate ich ab, zu kommen, aber sie müssen das am Ende selbst entscheiden.“ In den nächsten Tagen sei sie ausgebucht. „Meine Kundinnen freuen sich, wieder schöner zu werden.“

Auch Larisa Albrecht, Inhaberin des „Beauty Mosaic Kosmetikstudios“ im Ostend geht davon aus, dass sie alle Gesichtsbehandlungen durchführen darf. „Beim Augenbrauenfärben und -zupfen können Kundinnen sogar Maske tragen.“ Ihre Hygienestandards seien schon vor Corona immer hoch gewesen. „Aber ab heute tragen ich und meine Mitarbeiterinnen Gesichtsvisiere.“

Kathrin Rosendorff

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