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Öffentlich durch Frankfurt für 365 Euro im Jahr - das soll in den nächsten fünf Jahren möglich sein.

Verkehr in Frankfurt

Frankfurt: Jahreskarte für 365 Euro

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Das 365-Euro-Jahresticket für den ÖPNV kommt innerhalb der nächsten fünf Jahre. Davon geht der Arbeitsdirektor der Frankfurter Verkehrsgesellschaft aus.

Innerhalb der nächsten fünf Jahre wird es in Frankfurt ein 365-Euro-Jahresticket für den öffentlichen Personennahverkehr geben. Davon geht Thomas Wissgott, Arbeitsdirektor der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) und Geschäftsführer der Stadtwerke-Holding, aus. Bisher kostet ein Jahresticket für Frankfurt 886,10 Euro.

Wenn man erreichen wolle, dass noch mehr Menschen statt mit dem Auto mit dem ÖPNV fahren, müsse der Zugang zu diesem barrierefrei sein – und das heiße auch kostengünstig, sagte Wissgott am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Römer. Mit dem hessenweiten 365-Euro-Jahresticket für Schüler habe man fantastische Erfahrungen gemacht, auch das hessenweite Seniorenticket für denselben Preis komme gut an. Ein allgemeines „Bürgerticket“ für 365 Euro könne der nächste Schritt sein, sagte der VGF-Geschäftsführer.

Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der auch Aufsichtsratschef des Rhein-Main-Verkehrsverbunds ist, sagte, um ein solches Angebot zu finanzieren, brauche man etwa 100 Millionen Euro. Der Bund müsse sich an den Kosten beteiligen.

Schon im Oktober hatten Feldmann und sein Stellvertreter im RMV-Aufsichtsrat, der Landrat des Hochtaunuskreises, Ulrich Krebs, in einem Brief an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) den Willen des RMV bekundet, Teil eines bundesweiten Modellversuchs für 365-Euro-Jahrestickets zu werden. Für solche Flatrates setzen sich in Frankfurt insbesondere SPD, Grüne und Linke ein. Feldmann kündigte am Mittwoch eine Fahrpreissenkung für Kurzstrecken an. Die Tickets kosten von Neujahr an nur noch 1,50 statt 1,85 Euro. 

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