Feuer am Mainufer

Hat ein illegales Grillfeuer den Böschungsbrand am Mainufer ausgelöst?

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Das starke Feuer am Mainufer im Ostend könnte durch ein illegales Grillfeuer ausgelöst worden sein. Der Schaden wird auf Zehntausende Euro geschätzt.

Der starke Böschungsbrand am Mainufer am Sonntagabend könnte durch ein illegales Grillfeuer ausgelöst worden sein. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hätten Brandermittler die Ursache des Feuers bisher noch nicht abschließend klären können. Man habe aber in Ufernähe Reste einer Feuerstelle gefunden, die als möglicher Brandherd infrage komme. Der durch das Feuer entstandene Schaden werde derzeit auf mehrere 10 000 Euro geschätzt.

Am Sonntagabend war gegen 20 Uhr das Mainufer neben der Franziusstraße im Osthafen auf einer Länge von 150 Metern in Brand geraten. Die Flammen erfassten Boote, Wohnwagen, Holz und Baumaterialien, die dort gelagert worden waren. Außerdem explodierten mehrere abgestellte Propangasflaschen. Es gab eine massive Rauchentwicklung, die weithin zu sehen war.

Der Feuerwehr war es gelungen, den Brand nach etwa 30 Minuten unter Kontrolle zu bekommen. Verletzt wurde niemand. Zur Brandbekämpfung war auch ein Feuerlöschboot zum Einsatz gekommen. Im Anschluss waren allerdings umfangreiche Nachlöscharbeiten nötig geworden, um alle Glutnester zu löschen. Den Abend über und bis in die Nacht seien bis zu 100 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen, teilte die Feuerwehr mit. Mit einem extra angeforderten Schaufelbagger seien etwa Holz und andere Baumaterialien umgeschichtet worden, um sie löschen zu können. Auch am Montagvormittag waren wieder Einsatzkräfte am Brandort. Feuerwehrsprecher Andreas Mohn sagte der Frankfurter Rundschau, es sei nicht klar, ob das warme Wetter das Feuer begünstigt habe. In jedem Fall müssten die Bürger bei Trockenheit aufpassen, also etwa keine Zigarettenkippen oder Glasflaschen in die Gegend werfen.

Bernd Roser vom städtischen Grünflächenamt sagte der FR, trotz der warmen Temperaturen werde aktuell noch nicht über ein Grillverbot in den Grünflächen nachgedacht, wie es im vergangenen Hitzesommer verhängt worden war. Man behalte die Entwicklung aber genau im Auge, zumal es im laufenden Jahr bisher noch nicht genug geregnet habe. Die Bürger sollten in jedem Fall achtsam sein und nur auf ausgewiesenen Grillplätzen grillen.

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