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Eine Eisbahn am Mainufer in Frankfurt kommt

Anlage könnte zum Weihnachtsmarkt stehen

Schlittschuhlaufen am Mainkai Frankfurt

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Am momentan gesperrten nördlichen Frankfurter Mainkai soll eine Eisbahn über den Winter entstehen. Auf Höhe des eisernen Stegs können Schlittschuhläufer dann die Runden drehen.

Frankfurt - Schlittschuhläufer können in diesem Winter am für Autos gesperrten nördlichen Frankfurter Mainufer Runden drehen. Nach Angaben des Planungsdezernats soll östlich des Eisernen Stegs in Höhe des Historischen Museums eine 30 Meter lange, 7,5 Meter breite Eisbahn aufgebaut werden. 

Schlittschuhe wird man dort leihen können. Ziel sei es, dass die Eisbahn am Mainkai möglichst schon zum Weihnachtsmarkt stehe, der am 25. November beginnt, sagt Mark Gellert, der Sprecher von Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Auf jeden Fall werde es sie aber in diesem Winter geben. Die Kosten sollen aus Einnahmen des Tourismusbeitrags beglichen werden, den Privatreisende pro Übernachtung bezahlen müssen. Auch im Winter 2020/2021 soll es eine Eisbahn geben, allerdings an einem anderen Standort. 

Frankfurt: Eisbahn am Mainkai

Die Stadt befindet sich dazu, wie der auch für Stadtmarketing zuständige Hauptamtsleiter Tarkan Akman auf Anfrage der Frankfurter Rundschau mitteilt, bereits in konkreten Planungen für eine Anlage auf dem Roßmarkt. Für eine Eisbahn in der Innenstadt während der Wintersaison hat sich unter anderem die Industrie- und Handelskammer (IHK) starkgemacht. Attraktionen wie diese könnten dazu beigetragen, die Innenstadt zu beleben und damit den stationären Handel zu stützen. Dieser sei schließlich wegen des wachsenden Onlinehandels, „überteuerter Parkgebühren“ und veränderter Ansprüche der Innenstadtbesucher unter Druck. Die IHK hält jedoch die Hauptwache, als „das Herz Frankfurts“, für den idealen Platz für eine Eisbahn. 

Frankfurt: Streit, wo die Eisbahn im nächsten Jahr steht

„Mit dieser Attraktion für die Innenstadtbesucher würde zugleich, zumindest in der Adventszeit und darüber hinaus bis zum Jahreswechsel, der unbefriedigende Anblick der Hauptwache etwas kaschiert“, sagte IHK-Präsident Ulrich Caspar. Der städtische Tourismuschef Thomas Feda, selbst Mitglied der IHK-Vollversammlung, zeigt sich von diesem Vorstoß irritiert. Auf der Hauptwache sei schließlich während des Weihnachtsmarkts kein Platz, sagt er der FR. Eine Eisbahn auf dem Roßmarkt könne dagegen den Weihnachtsmarkt toll ergänzen. Feda hält den Standort für noch geeigneter als das gesperrte Mainufer. Am Roßmarkt sei die Passantenfrequenz höher. Der Hauptgeschäftsführer des hessischen Handelsverbands, Sven Rohde, lobt dagegen die Pläne für das Schlittschuhlaufen am Main. Wenn die Stadt den Mainkai sperre, müsse sie ihn auch bespielen, sagt er.

Der Mainkai ist seit 100 Tagen gesperrt. Warum Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) daran festhält und was sich noch auf den Straßen ändert.

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