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Wie lange bleibt der Mainkai noch autofrei. 

Konzept für Frankfurt

Grüne fordern schnelle Lösung für Verkehrspolitik

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Die Grünen wollen, dass ihre Koalitionspartner CDU und SPD sich am Konzept für Mainkai und Berliner Straße beteiligen.

Frankfurt - In der Diskussion über eine Reduzierung des Autoverkehrs in der Innenstadt nehmen die Grünen ihre Koalitionspartner von CDU und SPD in die Pflicht. Noch vor der parlamentarischen Sommerpause soll die Stadtregierung – unter Einbeziehung der Ortsbeiräte – gemeinsame Lösungen für den Verkehr am Mainkai und auf der Berliner Straße finden, forderte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Römer, Wolfgang Siefert, am Montag.

Siefert kritisierte insbesondere Verkehrsdezernent Klaus Oesterling. Der Sozialdemokrat hatte angekündigt, die Sperrung des Mainkais im Spätsommer zu beenden. Dann endet der auf ein Jahr angelegte Verkehrsversuch. Da dieser aufgrund der völlig veränderten Verkehrslage in der Corona-Krise nicht fundiert ausgewertet werden könne, müsse die Straße für den Autoverkehr wieder freigegeben werden.

Verkehr in Frankfurt: Grüne wollen neuen Versuch im September starten

Für die Grünen ist dieser Vorstoß „indiskutabel“, so Siefert: „Damit wären auch alle durch den Versuch entstandenen Umstände umsonst gewesen und jede bisher daraus gewonnene Erkenntnis ungenutzt dahin – ohne dass es eine fachliche Bewertung gegeben hätte.“

Wie die FR berichtet hatte, fordern die Grünen einen neuen Verkehrsversuch, der im September beginnen soll. Dabei würden sowohl am Mainufer als auch auf der Berliner Straße jeweils nur eine Fahrspur für den Autoverkehr zur Verfügung stehen. Auch die CDU erklärte zuletzt, die Berliner Straße müsse in die Überlegungen einer veränderten Verkehrsführung in der Innenstadt einbezogen werden.

Verkehr in Frankfurt: Zwei Online-Petitionen

Für die Grünen steht laut Siefert im Vordergrund, dass eine Verkehrsbelastung, wie sie vor der Sperrung am Mainkai herrschte, verhindert wird. Die Politik müsse das Ziel der autofreien Innenstadt weiter verfolgen. Zudem gelte es, Rad- und Fußverkehr zu fördern.

Mittlerweile gibt es zur Sperrung des Mainkais zwei Petitionen. Oliver Strank (SPD), Ortsvorsteher im für die Innenstadt zuständigen Ortsbeirat 1, sammelt im Internet Unterschriften für eine Sperrung des Mainkais. Stranks Gegenspieler, Herbert Schmoll von der Initiative „Sachsenhausen wehrt sich“, traut Oesterlings Ansage offenbar noch nicht ganz und hat eine Petition gestartet, um die Öffnung des Mainkais zu erreichen.

Von Georg Leppert

Die SPD im Frankfurter Römer drängt auf eine Verlängerung der testweisen Sperrung des Mainkais für Autos. Dauerhaft will sie, dass die Straße einem Park weicht.

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