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Mehr als Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in Bockenheim wurden bisher positiv auf das Coronavirus getestet.

Bockenheim

Coronavirus in Frankfurter Flüchtlingsunterkunft ausgebrochen: Mehr als 70 Infizierte

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In einer Flüchtlingsunterkunft in Frankfurt haben sich mehr als 70 Geflüchtete und zwei Mitarbeiterinnen mit dem Coronavirus infiziert.

  • In Frankfurt sind in einer Flüchtlingsunterkunft mehr als 70 Menschen mit Corona infiziert
  • Die nicht infizierten Bewohner werden unter Quarantäne gestellt, die Corona-Infizierten ziehen um
  • Als Konsequenz aus dem Corona-Ausbruch gibt es eine neue Regel für Gemeinschaftsunterkünfte

Update vom Freitag, 22.05.2020, 14.03 Uhr: Weitere sieben Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Frankfurt-Bockenheim sind positiv auf Covid-19 getestet worden. Das teilte eine Sprecherin des Frankfurter Gesundheitsdezernats mit. 

Ihnen gehe es klinisch gut, eine stationäre Behandlung im Krankenhaus sei bei niemanden notwendig gewesen. Bei 65 Menschen war bereits zuvor eine Infektion nachgewiesen worden, eine Person war demnach in ein Krankenhaus gekommen.

Coronavirus in Frankfurter Flüchtlingsunterkunft ausgebrochen

Erstmeldung vom Mittwoch, 20.05.2020, 19.43 Uhr: Frankfurt - In einer Frankfurter Flüchtlingsunterkunft haben sich 65 Geflüchtete und zwei Mitarbeiterinnen des Roten Kreuzes mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Stadt Frankfurt mitteilte, ist ein Bewohner der in Bockenheim gelegenen Unterkunft mit Symptomen ins Krankenhaus gebracht worden. Daraufhin seien in der vergangenen Woche zunächst die Kontaktpersonen des Mannes und dann alle übrigen Bewohner getestet worden. Rund 50 Personen würden noch getestet.

Frankfurt: Coronavirus in Flüchtlingsunterkunft - Infizierte werden isoliert

Als Reaktion auf den Ausbruch wurden der Stadt zufolge elf infizierte Geflüchtete in ein Hotel gebracht, 52 weitere Flüchtlinge und ihre Familien wurden innerhalb des Gebäudes isoliert und sollen am Freitag in ein anderes Hotel umziehen. Die beiden Mitarbeiterinnen des Roten Kreuzes befänden sich in häuslicher Quarantäne. Die rund 300 nicht infizierten Bewohnern der Unterkunft werden dort unter Aufsicht des Gesundheitsamts zwei Wochen unter Quarantäne gestellt. Zudem müssen sie außerhalb ihrer Zimmer Atemschutzmasken tragen.

Wie weiter mitgeteilt wurde, hatte das Rote Kreuz die Hygieneregeln in der Unterkunft bereits seit Mitte März verschärft, Desinfektionsmittel bereitgestellt und die sanitären Anlagen häufiger reinigen lassen. Seit dem 18. März bestand für alle Bewohner der Unterkunft ein generelles Besuchsverbot. Man habe zudem Mund-Nasen-Schutz verteilt und die Bewohner informiert.

Coronavirus in Flüchtlingsunterkunft in Frankfurt - Konsequenz aus Ausbruch

Als Konsequenz aus dem Ausbruch hat das Frankfurter Gesundheitsamt angeordnet, dass ab sofort in allen Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge oder Wohnungslose Atemmasken getragen werden müssen. Man hoffe auf das Verständnis aller Beteiligten, sagte Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne).

Timmo Scherenberg vom Hessischen Flüchtlingsrat sagte der Frankfurter Rundschau, der Ausbruch zeige die generelle Problematik großer Gemeinschaftsunterkünfte. „Trotz aller Maßnahmen ist die Unterbringungsform Massenunterkunft schlicht ungeeignet, um Menschen längerfristig unterzubringen, erst recht in Zeiten von Corona“, sagte Scherenberg. In den Einrichtungen könnten die Bewohner nicht wirksam Abstand voneinander halten. Große Unterkünfte müssten aufgelöst und die Geflüchteten dezentral in Wohnungen untergebracht werden.

Hanning Voigts

Bei einem Gottesdienst der Evangeliums-Christen-Baptisten-Gemeinde in Frankfurt hat sich eine größere Zahl von Menschen mit Corona infiziert. Gläubige aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet sind betroffen.

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