Nachtmarkt

Belebung des Mainkais, aber ohne Lärm

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Der Ortsbeirat fordert einen Nachtmarkt am nördlichen Mainufer in Frankfurt und veränderte Verkehrsführungen.

Über einen Nachtmarkt hat der Ortsbeirat 1 am intensivsten diskutiert am Dienstag in seiner Sitzung, als es um das nördliche Mainufer ging. Das Gremium hat diverse Vorschläge, wie dem vermehrten Verkehr seit der Sperrung des Mainkais entgegen gewirkt werden könnte - und zur Belebung des Straßenabschnitts. Probeweise einen nächtlichen Markt nach asiatischem Vorbild mit regionalen Produkten zu veranstalten, war die Idee der Grünen. Einige Mitglieder fürchten Lärmbelästigung für die Anwohner. „Es soll ja leiser werden, darum hat man den Mainkai gesperrt“, sagt Sara Steinhardt (CDU). Die Stände sollen zum Main zeigen, sagt Antragssteller Andreas Laeuen. Das werde nicht viel helfen vermuten andere. „Der Nachtmarkt wird ausarten wie auf dem Friedberger Platz“, sagt Ralf Schmidt-Berberich (U.B.).

Die Stadtteilpolitiker fordern zudem diverse Änderungen an der Verkehrsführung, etwa das Halteverbot an der Berliner Straße vor der Paulskirche durchzusetzen und dauerhaft beide Fahrspuren freizuhalten. Denn der Stau an dieser Stelle entstehe ausschließlich durch falsch haltende und parkende Busse. Um den Baseler Platz, Hauptbahnhof und die Karlstraße zu entlasten, sollte ein Linksabbieger für den von der Untermainbrücke kommenden Verkehr zum Untermainkai eingerichtet werden.

Außerdem sollte die Ausfahrt für den vom Pfarrturm abfließenden Verkehr an der Kurt-Schumacher-Straße künftig einspurig sein, um die Einfahrt über die restliche Breite der Straße wirksam zu sperren. Denn „täglich fahren hunderte Fahrzeuge verbotenerweise dort hinein und verpesten die Wohnstraßen Weckmarkt und Fahrgasse“, heißt es in dem Antrag.

Auch das Linksabbiegen des von der untereren Fahrgasse kommenden Verkehrs in die Berliner Straße zu erlauben, fordert der Ortsbeirat. So wäre der aus dem Parkhaus Römer fahrende Verkehr nicht mehr gezwungen, den Umweg über die Kurt-Schumacher oder Konrad-Adenauer-Straße zu nehmen, sondern könnte über die Fahrgasse direkt in die Berliner Straße fahren. Davon würde auch die stark von der Straßenbahn beanspruchte Braubachstraße profitieren. Eine frühzeitige Ausweichmöglichkeit zum Theatertunnel könnte Autofahrer zudem abhalten, den Umweg über Sachsenhausen zu fahren.

Eine Eisbahn am Mainkai lehnt eine Mehrheit der Stadtteilpolitiker ab. Die meisten favorisieren stattdessen den Standort am Rossmarkt. Die weihnachtliche Stimmung würde den Platz aufwerten, sagt Katharina Schreiner (FDP). Diese Idee hatte die Stadt bereits Anfang November kundgetan. Noch dieses Jahr soll laut Planungsamt de Eisbahn öffnen. Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt (IHK) spricht sich für den Rossmarkt aus und ist enttäuscht, dass die Eisbahn, wenn überhaupt, erst nach Weihnachten komme.

Ideen, am Uferabschnitt einen Abenteuerspielplatz, Felder für Streetball, -soccer und Beachvolleyball einzurichten, lehnt der Ortsbeirat ab. Da der Flohmarkt dorthin umzieht, sollte nicht alles zugebaut werden, finden sie. Zudem gebe es im nähren Umfeld genug Spiel- und Sportmöglichkeiten. Es soll ja eben keine Eventmeile werden, sagt Steinhardt.

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