Ein Rettungswagen der Feuerwehr Frankfurt war in wenigen Minuten am Ort der Geburt. Aber das Baby war schneller.
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Ein Rettungswagen der Feuerwehr Frankfurt war in wenigen Minuten am Ort der Geburt. Aber das Baby war schneller.

Vater wählt Notruf

Baby hat es eilig: Feuerwehrmann hilft per Telefon bei Geburt

  • Marcel Richters
    vonMarcel Richters
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Ein Baby hat es in Frankfurt besonders eilig, das Licht der Welt zu erblicken. Ein Feuerwehrmann gibt daher Geburtshilfe am Telefon.

  • Ein Disponent der Feuerwehr Frankfurt erhält einen Notruf wegen einer Geburt.
  • Er hilft einem jungen Vater, seine Frau bei der Geburt ihres Sohnes zu unterstützen.
  • Das Baby erhält einen besonders passenden Namen.

Frankfurt - Wehen können lange dauern. Sechs bis zwölf Stunden vergehen im Schnitt bei der ersten Geburt, bis ein Kind den Mutterleib verlässt. In Frankfurt ging es allerdings sehr viel schneller.

Als der Disponent in der Leitstelle der Feuerwehr Frankfurt am Samstag (06.06.2020) gegen 8.45 Uhr einen Anruf erhielt, war ein werdender Vater aus Griesheim am Telefon. Bei der Frau des Mannes hatten überraschend die Wehen eingesetzt. Und nicht nur das: Auch der Vorgang der Geburt hatte schon begonnen.

Notruf-Zentrale hilft bei Geburt von Baby: Feuerwehr Frankfurt schon nach acht Minuten vor Ort

Der Disponent der Feuerwehr Frankfurt alarmierte also einen Rettungswagen und einen Notarzt zu der Wohnung in Griesheim. Da diese aber immer noch ganze acht Minuten brauchten, blieb nichts anderes übrig, als den werdenden Vater telefonisch bei der Geburt zu begleiten. Denn der Nachwuchs war schon auf dem besten Weg, sein bisheriges Heim zu verlassen.

Der Vater ging „sehr souverän und unaufgeregt“ mit der Situation um, heißt es vonseiten der Feuerwehr Frankfurt. Und so konnte seine Frau noch vor Eintreffen von Rettungswagen und Notarzt einen kleinen Jungen gesund zur Welt bringen.

Hilfe bei Geburt: Feuerwehr Frankfurt ist froh über guten Verlauf des Einsatzes

Umsonst waren Rettungswagen und Notarzt allerdings nicht gekommen. Die frisch gebackene Mutter und ihr Sohn – der den Namen Florian erhielt – wurden nach der Geburt zur Nachsorge in die Uniklinik transportiert. Ob der Namen des Sohns mit dem Schutzheiligen der Feuerwehrleute Sankt Florian zusammenhängt, war leider nicht mehr in Erfahrung zu bringen.

Die Beteiligten der Feuerwehr Frankfurt waren erfreut über den guten Verlauf der Geburt und des Einsatzes. Der zuständige Lageleiter sagte dazu: „Vielleicht wird ja auch dieser Florian mal ein Feuerwehrmann und ein Kollege von uns.“ Beste Voraussetzungen bringt er jedenfalls mit, geht es doch bei Notfällen darum, möglichst schnell zu sein.

Einen besonders großen Einsatz hatte die Feuerwehr Frankfurt kürzlich bei einer Bombenentschärfung im Gallus. Eine andere ungewöhnliche Geburt in Frankfurt erlebte eine 33-Jährige. Sie wollte beim Kaiserschnitt selbst mithelfen.

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