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Die Kurt-Schumacher-Straße ist auf Höhe der Battonnstraße noch bis Donnerstagabend gesperrt.

Frankfurt-Innenstadt

60 Kilo schweres Fassadenteil stürzt auf Radweg

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An der Fassade des AOK-Gebäudes in der Innenstadt hat sich eine 60 Kilogramm schwere Zementplatte gelöst. Die Kurt-Schumacher-Straße bleibt gesperrt.

Nachdem am Montag eine 60 Kilogramm schwere Fassadenplatte vom Gebäude der AOK in der Frankfurter Innenstadt gestürzt ist, bleibt die Kurt-Schumacher-Straße in nördlicher Richtung vorerst für den Verkehr gesperrt. Wie Simone Zapke, die Leiterin der Frankfurter Bauaufsicht, der Frankfurter Rundschau sagte, wird derzeit unter Mitarbeit eines Statikers geprüft, warum die Zementplatte heruntergefallen ist. Gleichzeitig werde ein Sicherungsnetz angebracht, um das Herabstürzen weiterer Teile der Fassade zu verhindern, sagte Zapke. Die Fahrbahn und der Gehweg sollen noch bis Donnerstagabend, 21 Uhr, voll gesperrt bleiben, teilte die Polizei am Dienstagabend mit.

Fassaden-Absturz: Ursache noch ungeklärt

Am Montagmittag war die Fassadenplatte von dem Gebäude an der Ecke der Kurt-Schumacher-Straße zur Battonnstraße, das der AOK gehört, auf den Radweg gestürzt. Verletzt wurde dabei niemand, die Fahrbahn musste aber gesperrt werden – um die notwendigen Arbeiten zu ermöglichen, aber auch für den Fall, dass sich weitere Teile lösen sollten.

Bauarbeiter sehen sich den Schaden an.

Gegen 17 Uhr hatte die Stadt Frankfurt über ihren Twitter-Account auf die Sperrung hingewiesen und allen Autofahrern empfohlen, den Bereich weiträumig zu umfahren. Aus Richtung Süden könne man die Absperrung etwa über die Schöne Aussicht und den Anlagenring umgehen.

Nach Zapkes Angaben dauern die Arbeiten auch deshalb an, weil sich das Anbringen des Sicherungsnetzes kompliziert gestaltet. Demnach müssen weitere Fassadenplatten entfernt werden, um das Netz befestigen zu können. Noch ist nicht geklärt, warum die Platte heruntergestürzt ist. Zapke zufolge ist ein Materialfehler als Ursache ebenso denkbar wie eine fehlerhafte Installation. Die Fassade des Gebäudes war nach Angaben der Bauaufsicht in den vergangenen Jahren komplett saniert worden.

Ein Sprecher der AOK sagte der Frankfurter Rundschau auf Anfrage, derzeit säßen die AOK, der für die Sanierung der Fassade verantwortliche Bauunternehmer und der Architekt zusammen, um die Ursache für das Unglück zu prüfen. Weitere Details zu dem ganzen Vorfall könne man nicht nennen, bevor der Hintergrund geklärt sei, hieß es.

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