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Meron Mendel und Erika Steinbach haben sich nun geeinigt.

Gütliche Einigung

Erika Steinbach und Meron Mendel legen Rechtsstreit bei 

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Meron Mendel und Erika Steinbach haben sich nun geeinigt. Es habe wohl ein „Missverständnis“ vorgelegen. 

Frankfurt –Am Ende eines Marsches durch die Instanzen haben sich Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, und die frühere Frankfurter CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht mehr oder weniger gütlich geeinigt. 

Erika Steinbach: Prozess vor Gericht 

Damit endete der Rechtsstreit, bevor das Oberlandesgericht die Hauptverhandlung eröffnen musste. Steinbach hatte Anfang des Jahres via Twitter und Facebook behauptet, Mendel habe in einem persönlichen Gespräch die Vorsitzende der Gruppierung „Juden in der AfD“, Vera Kosova, mit dem Nazi-Kriegsverbrecher Josef Mengele verglichen, wie fr.de* berichtet. Dagegen hatte Mendel vom Landgericht eine einstweilige Verfügung erwirkt, die Steinbach nicht akzeptieren wollte. 

Steinbach und Mendel: Es gab ein „Missverständnis“

Jetzt haben sich beide Seiten offiziell darauf geeinigt, dass „wohl ein Missverständnis“ vorgelegen habe. Steinbach verzichtet darauf, ihre Behauptung zu wiederholen. Damit ist der Streit um den angeblichen Mengele-Vergleich juristisch vom Tisch. Steinbach zahlt drei Fünftel der Prozesskosten, Mendel den Rest. 

Wie der Bildungsstättendirektor sagt, habe ihn die Geschichte aber noch weit mehr gekostet. Steinbach habe eine Antragsschrift von ihm an das Landgericht ebenfalls in sozialen Netzwerken veröffentlicht, ohne seine Privatadresse zu schwärzen. Seitdem habe er jede Menge Drohbriefe und Hetzschriften erhalten, jetzt habe er genug und ziehe um. „Wir wissen ja alle, was mit Herrn Lübcke passiert ist. Ich will nicht die Nummer zwei sein.“

*fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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