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Am Betriebshof Heddernheim, dem am stärksten befahrenen U-Bahn-Abschnitt in Frankfurt.

Bauarbeiten in Heddernheim

So laufen die Arbeiten an der U-Bahnstrecke in Frankfurt

Die VGF lädt die Öffentlichkeit ein, sich vom Fortschritt der U-Bahnarbeiten in Heddernheim zu überzeugen.

Es ist noch nicht der ganz große Andrang an diesem Freitagmorgen im Nieselregen, doch Knut Müller greift beherzt zum Mikro und fängt an zu erzählen. Die Gleisbauarbeiter an der Strecke sind verblüfft. Es kommt nicht alle Tage vor, dass die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) auf eine Baustelle einlädt, damit die Kunden sich überzeugen können, dass die sechswöchige Sperrung der U-Bahnstrecke lohnt.

Im Tunnel wird sechs Wochen lang 24 Stunden am Tag gearbeitet 

Für den Blick hinter die Kulissen hat die VGF den Betriebshof Heddernheim ausgesucht. Hier fahren sonst nicht nur die U-Bahnlinien 1, 2 ,3 und 8 fast im Minutentakt, hier gibt es auch einen regen Werkstattverkehr. „Das ist hier der am stärksten belastete Schienenbereich in Frankfurt“, betont Knut Müller. Das Gewirr aus Gleisen und Weichen kurz hinter der Haltestelle Heddernheim vergleicht der RMV-Fachbereichsleiter mit einem „Spaghettitopf“. Fachmännisch kommentiert Müller der Handvoll Besucher den Einsatz der Stopfmaschine, die den Schotter verdichtet oder des Zwei-Wege-Baggers, der die Betonschwellen für die Arbeiter ins Gleis setzt.

Zeitgleich wird auch an der Station Lindenbaum gearbeitet, die Station Hügelstraße ist schon fertig. In der kommenden Woche soll im Bereich Dornbusch kernsaniert werden. Dabei sind die oberirdischen Arbeiten noch vergleichsweise gemütlich, dort reicht es, tagsüber tätig zu werden. Im Tunnel hingegen reiche die Zeit der sechswöchigen Sperrung gerade so, dort werde 24 Stunden am Tag gearbeitet, auch an Wochenenden betont Müller und versichert, dass die Arbeiten zur Halbzeit planmäßig verliefen und wohl alles rechtzeitig fertig werde.

RMV-Kunden nicht begeistert von langer Streckensperrung der U-Bahn

Die RMV-Kunden sind trotzdem nur mittelmäßig begeistert von der langen Streckensperrung. Wobei laut einer Umfrage des RMV 75 Prozent der Befragten Verständnis für die Baumaßnahmen geäußert hätten.

Jörn Hülsmann findet es zumindest gut, dass die VGF diesen Einblick gewährt. Er ist mit seinem Filius Jonke extra aus Okriftel angereist, um sich vom Fortschritt der Bauarbeiten zu überzeugen.

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