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Frankfurt: Alter Bahnhof in Niederrad fällt

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Von: Florian Leclerc

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Die Bahn baut die Strecke vom Gutleut zum Stadion aus. Zwei neue Gleise entstehen. Der alte Bahnhof in Niederrad muss weichen.

Schon seit 1979 wird der alte Bahnhof in Niederrad von der Deutschen Bahn nicht mehr genutzt. Seit Jahren verfällt das Gebäude zusehends. Nun reißt die Bahn die Anlage ab. Seit einigen Tagen lasse sie das Bauwerk entkernen, teilte die Deutsche Bahn mit. Der Abriss erfolge vom 15. bis 19. September. Dafür müssten die benachbarten Gleise gesperrt werden, was Ausfälle und Änderungen im S-Bahn-Verkehr nach sich ziehe. Informationen finden Fahrgäste auf der Website des RMV.

Ein Bagger, der mit einer Zange, einem Greifer oder einer Schere ausgerüstet ist, kommt den Angaben zufolge beim Abriss zum Einsatz. Dabei könne es auch mal laut werden, teilte die Bahn mit und bittet um Verständnis. Das Abbruchmaterial werde bewässert, damit es nicht staubt. Auf der Fläche des abgerissenen Bahnhofs lässt die Bahn in der Folge die dritte Mainbrücke montieren.

Dritte Brücke über den Main bei Niederrad

Beim Projekt Frankfurt Stadion baut die Bahn in der jetzigen zweiten Baustufe zunächst zwei Gleise für den Fernverkehr zwischen Stadion und der Eisenbahnüberführung über die Gutleutstraße. Auf vier Kilometern Länge wird die Strecke damit sechsgleisig. Fern- und Regionalverkehr werden getrennt. Sieben Eisenbahnüberführungen und Kreuzungsbauwerke werden ausgebaut. Eine dritte Eisenbahnbrücke über den Main bei Niederrad kommt hinzu. Der Abschnitt soll 2027 in Betrieb gehen. Die dritte Baustufe beinhaltet zwei neue Gleise zwischen Stadion und Zeppelinheim.

Seit Juni ist der Weg zwischen der S-Bahn-Station Niederrad und der Golfstraße gesperrt. Er wird fünf Meter nach Westen verlegt. Seit Ende August ist die Eisenbahnüberführung Golfstraße gesperrt. Dort wurde zuletzt eine Hilfsbrücke eingehoben. In der Hahnstraße laufen Vorarbeiten für eine Lärmschutzwand. Von Anfang Oktober 2022 bis Februar 2023 rodet die Bahn Gehölz in Niederrad. Das betrifft die Vegetation an der Eisenbahnüberführung Adolf-Miersch-Straße. Die Kleingartensiedlung wird in Teilen zurückgebaut. Das Baufeld am Parkplatz Gleisdreieck wird freigeräumt. Der Platz dient anschließend zur Montage eines Kreuzungsbauwerks. Die behördlichen Genehmigungen liegen den Angaben zufolge vor. Rückschnitte würden durch Naturschutzmaßnahmen ausgeglichen.

Infostand: Die Bahn informiert am Freitag, 30. September, 13 bis 19 Uhr, in der Hahnstraße 49 über die Arbeiten.

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