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Nachhaltigkeitsbericht

Alles auf dem Weg in den grünen Bereich?

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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Der erste Frankfurter Nachhaltigkeitsbericht sieht die Zukunft mit erstaunlichem Optimismus: Fast überall wähnt sich der Magistrat unterwegs zum Besseren.

Reden wir über Nachhaltigkeit. Was ist schlecht in Frankfurt? Der Anteil erneuerbarer Energien. Der Waldzustand. Der Unterschied in der Bezahlung von Frauen und Männern auch. Was ist gut? Naherholungsflächen, Breitbandversorgung und – die Luftqualität in Bezug auf Feinstaub. Wer sagt das? Der Frankfurter „Nachhaltigkeitsbericht 2020 – 17 Ziele für eine nachhaltige Stadt und eine lebenswerte Zukunft“, am Freitag so vom Magistrat beschlossen.

Warum 17? Weil sich der Bericht an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen entlanghangelt, vom Kampf gegen die Armut über Bildung und Klimaschutz bis hin zu Frieden und Partnerschaft.

Für viele Kriterien gibt der Bericht keine Bewertung ab, etwa zu Armut, Hunger oder Fließwasserqualität. Beim Feinstaub kommt er jedoch zu der Einschätzung „gut“, weil die Belastung seit 2002 deutlich gesunken sei. Das ist sie beim Stickstoffdioxid ebenfalls, lag aber (Stand jeweils 2019) immer noch teilweise über dem Grenzwert, weshalb hier nur ein „eher schlecht“ heraussprang. Die Tendenz wird in beiden Fällen freilich mit einem Pfeil nach oben („gut“) eingestuft. Es findet sich übrigens im ganzen Bericht kein einziger Pfeil nach unten. Das heißt: Frankfurt ist fast überall auf einem guten Weg, nur ein paar wenige Pfeile zeigen horizontal (also „gleichbleibend“) die Richtung an. Sagt wer genau? Sagen die fünf Dezernate, die sich 2014 zusammentaten, um die Bewerbung als „Green City“ einzutüten: Umwelt, Verkehr, Planen/Wohnen, Wirtschaft/Sport und Integration/Bildung.

Basis für die Zukunft

Die fünf Stadträtinnen und Stadträte, maßgeblich vertreten durch die gemeinsame Green-City-Redaktionsgruppe, erheben aber nicht den Anspruch, Endgültiges zu liefern. Der Bericht trage erstmals alle relevanten Informationen zur Frankfurter Nachhaltigkeit zusammen, erläutert Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). „Auf dieser Basis kann die weitere Entwicklung zu einer nachhaltigen Stadt in den nächsten Jahren nachvollzogen und mit anderen Kommunen verglichen werden.“

Dass die Entwicklungspfeile fast alle nach oben zeigen, lässt sich vielleicht damit erklären, dass die schwarz-rot-grüne Stadtregierung sich gewissermaßen selbst bewertet auf dem Weg zu den Zielen der Nachhaltigkeitsagenda 2030. Tenor: viel erreicht, aber auch noch viel zu tun.

Interessante Zahlen im Bericht: Die 758 574 Frankfurterinnen und Frankfurter im vorigen Jahr stammten aus 178 Nationen und hatten 15,5 Prozent Waldfläche zur Verfügung. 33 Prozent bewegten sich motorisiert individuell, 26 gingen zu Fuß, 21 nahmen Bus und Bahn, 20 das Fahrrad. 376 442 Personen pendelten täglich herein, 98 698 hinaus.

Den CO2-Ausstoß bewertet der Bericht übrigens als schlecht und macht auch keine Hoffnung auf baldige Besserung. Die Green City sollte daran dringend arbeiten – und da kommen die Bürgerinnen und Bürger ins Spiel. Unter www.frankfurt-greencity.de finden sie den Nachhaltigkeitsbericht zum Download und Informationen zur Beteiligung. Das Green-City-Team nimmt Anregungen entgegen per E-Mail an green.city@stadt-frankfurt.de oder Anruf beim Umwelttelefon, 069/212-39100.

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