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Frankfurt: Alle Energie ins Klimareferat

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Von: Thomas Stillbauer

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Hans-Georg Dannert, der künftige Leiter des Klimareferats.
Hans-Georg Dannert, der künftige Leiter des Klimareferats. © Umweltamt Frankfurt

Die Stadt schafft eine neue Behörde und bündelt Aufgaben. Ziel: Klimaneutralität 2030 und große Fortschritte in der Energieversorgung.

Als „fleißige Biene“ hat sich Hans-Georg Dannert im August selbst eingeschätzt. Man muss dazusagen: Er sollte sich für eines der Klimatiere entscheiden, die die Ausstellung „Klima_X“ im Kommunikationsmuseum anbietet. Aber passt schon: Dannert ist Sachgebietsleiter Stadtklima/Klimawandel im Frankfurter Umweltamt, betreut das Klimaförderprogramm „Frankfurt frischt auf“, kümmert sich um die Anpassung der Stadt an die Folgen des Klimawandels und leitet bereits seit 2008 dezernatsübergreifend die Koordinierungsgruppe Klimawandel.

Zusätzlich vertritt er als Vorsitzender des Umweltforums Rhein Main die wirtschaftlichen Interessen der Stadt – und nun wird er zum Jahreswechsel Leiter des neugeschaffenen Frankfurter Klimareferats.

22 Menschen arbeiten hier

Die Behörde geht zurück auf eine Anregung der Klimaallianz, gegründet von den Regierungsparteien im Römer 2019, damals noch SPD, Grüne und CDU. Ziel des künftigen Klimareferats mit seinen etwa 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: Konzepte, Projekte und Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel entwickeln und gemeinsam mit den Ämtern und Betrieben umsetzen.

FR|Klima Frankfurt/Rhein-Main

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Das klingt recht trocken. Vielleicht hilft es, wenn man weiß: Im Klimareferat steckt ein großer Anteil Energiereferat, und das hat in den vergangenen gut 30 Jahren viel Konkretes angestoßen: Die leckeren Klimagourmet-Aktionen gehen auf das Klimareferat zurück, das Ökoprofit-Projekt für energiesparsame Unternehmen, und nicht zuletzt stand das Energiereferat auch der FR und ihren Leserinnen und Lesern bei der erfolgreichen und preisgekrönten Klimawette 2020 als Wettpartner zur Seite.

„Ich bin froh, dass die erfolgreiche Arbeit des Energiereferates mit seinen erfahrenen Mitarbeiter:innen im neuen Klimareferat weitergeführt wird“, sagt Klima- und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). Die Leiterin des Energiereferats ist allerdings nicht mehr dabei: Wiebke Fiebig wechselte jüngst als Umweltamtsleiterin nach Offenbach

„Konstruktives ,Wir‘ verfolgen“

Heilig betont: „Die Auswirkungen der globalen Klimakrise sind auch in Frankfurt am Main spür- und sichtbar.“ Der Klimaschutz sei daher eine der größten Herausforderungen der Stadtpolitik. „Das neue Klimareferat wird dabei eine zentrale Rolle spielen.“ Hans-Georg Dannert sieht die Stadt vor einer großen Herausforderung: „Wichtig ist es dabei, in der Stadtverwaltung, aber auch in der Stadtgesellschaft insgesamt, ein konstruktives ,Wir‘ zu verfolgen.“

Es gelte, „langfristig richtig dicke Bretter zu bohren“ – auch das kündigte Dannert schon im August bei „Klima_X“ an. Seine Vision für 2030 sei, „dass wir in der Energieversorgung zum Großteil autark und insgesamt klimaneutral sind. Das ist super ambitioniert, aber auch das politische Ziel“.

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