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Arbeiten für den Riederwaldtunnel, der A66 und A661 von 2030 an verbinden soll.
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Arbeiten für den Riederwaldtunnel, der A66 und A661 von 2030 an verbinden soll.

Mobilität

Frankfurt: Aktionstag gegen Autobahnausbau

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Das Bündnis Verkehrsinitiativen organisiert bundesweit Aktionen gegen den Ausbau von Autobahnen. In Frankfurt gibt es einen Rundgang mit Kundgebungen an der A661 und der A66.

Das Bündnis Verkehrsinitiativen ruft zu einem Aktionstag gegen den Ausbau von Autobahnen auf. Im Bündnis haben sich mehr als 20 Verkehrsinitiativen aus Deutschland zusammengeschlossen, darunter das Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn in Frankfurt. An 50 Orten in Deutschland soll es Proteste, Demonstrationen und Aktionen geben.

Das Bündnis Verkehrsinitiativen fordert ein Moratorium, also eine gesetzlich angeordnete Aussetzung des Neubaus und Ausbaus von Autobahnen und Bundesstraßen. Außerdem will das Bündnis erreichen, dass der Bundesverkehrswegeplan 2030 an die Anforderungen des Klimaschutzes angepasst wird und eine neue Bürgerbeteiligung stattfindet.

Hunderte Bäume werden gefällt

Unter dem Motto „sozial- und klimagerechte Mobilitätswende jetzt – Autobahnbau stoppen!“ lädt das Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn am Sonntag, 6. Juni, zum einem Spaziergang entlang der Autobahnen A661 und A66 ein, die ausgebaut werden sollen.

Treffpunkt ist um 14 Uhr auf dem Platz über der A661 an der Heinz-Herbert-Karry-Straße. Gegen 15.30 Uhr ist ein Zwischenhalt am Erlenbruch, Höhe Schäfflestraße geplant. Ziel ist das Ende der A66 am Hessen-Center in Bergen-Enkheim gegen 16.30 Uhr.

Friedhelm Ardelt-Theeck, der Sprecher des Aktionsbündnisses unmenschliche Autobahn, plant Erläuterungen zum Verlauf der Autobahnen, den Details der Planungen, den Auswirkungen auf die Lärmintensität und die Luftqualität sowie den Stand der Klagen.

„Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern soll die Möglichkeit geboten werden, selbst den drohenden Verlust an Landschaft, Wohn- und Lebensqualität im Frankfurter Osten hautnah zu erfahren“, sagt er.

Im Herbst würden Hunderte Bäume entlang des Erlenbruchs, Teufelsbruchs und des Fechenheimer Walds für den Autobahnbau gefällt. Im vergangenen Winter seien bereits mehr als 100 Bäume gefällt worden.

Auch will Ardelt-Theeck die politische Situation in Frankfurt ansprechen. Im Koalitionsvertrag von Grünen, SPD, FDP und Volt heißt es: „Grundsätzlich lehnen wir den weiteren Ausbau von Autobahnen in Frankfurt ab.“ Wenig genutzte und nicht benötigte Autobahnflächen wie an der Messe, der Miquelallee oder der Sachsenhäuser Warte sollen zu Park-and-ride-Plätzen umgewidmet werden. Versiegelungen und Beeinträchtigungen von Kaltluftströmen sollen vor dem Hintergrund des Klimawandels und der Verkehrswende überprüft werden.

Allerdings sind begonnene Projekte davon ausgenommen. „So wird die A661 gemäß der aktuellen Planfeststellung inklusive Riederwaldanbindung gebaut und ausgebaut“, heißt es im Vertrag. Die Einhausung der A661 dürfe nicht gefährdet werden. Beim Ausbau der A5 auf acht Spuren sei ein Lärmschutz für die angrenzenden Wohngebiete erforderlich. Den Ausbau von A3 lehnt der Koalitionsvertrag ab. „Die Ablehnung eines Ausbaus der A3 hat aber Auswirkungen auf den Riederwaldtunnel. Der setzt die ausgebaute A5 und A3 voraus“, sagt Ardelt-Theeck.

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