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Frankfurt: Aktionsbündnis gegen Ausbau der Autobahnen

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Ein Ausbau der Autobahnen in Frankfurt steht der Verkehrswende entgegen, so das Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn, das im Falle eines Ausbaus auch Einhausungen ablehnt.

Das Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn (AUA) lehnt einen Ausbau der Autobahnen im Stadtgebiet ab. Das Bündnis fordert, auf den Ausbau der Autobahnen A3, A5, A66 und A661 zu verzichten.

Am Samstag, 14. Dezember, stellt das Aktionsbündnis seine Kampagne „Kein Autobahnbau mehr - Verkehrswende jetzt!“ am Bornheimer Wochenmarkt vor, auf Höhe der Berger Straße 174, von 10 bis 14 Uhr. Zur Unterstützung des Anliegens sammelt das Bündnis Unterschriften.

Begründet wird die Kampagne mit der Luftreinhaltung, der Lärmminderung, dem Klimawandel. 2005 hatte das Aktionsbündnis beschlossen, sich für die komplette Einhausung der Autobahnen A66 und A661 einzusetzen. Ein neuer Beschluss lehnt einen Ausbau der Autobahnen ab, auch wenn Einhausungen möglich wären.

„Wer wirklich eine ökologische Verkehrswende will, darf keine Autobahnen mehr bauen beziehungsweise ausbauen und damit noch mehr Autoverkehr erzeugen“, sagte der Sprecher Friedhelm Ardelt-Theeck. Laut einer Verkehrsprognose verursache der Lückenschluss zwischen den Autobahnen A66 und A661 mit dem Riederwaldtunnel „eine drastische Verkehrszunahme im Frankfurter Osten“, sagte er. 80 000 zusätzliche Fahrzeuge durchquerten den Frankfurter Osten demnach pro Tag. Das betreffe die Bundesstraße B521, die Wilhelmshöher Straße, die Straße Am Erlenbruch, die Hanauer Landstraße, die Friedberger Landstraße, den Ratsweg und die Saalburgallee sowie die Autobahnen A661 und A66. „Wir müssen Bussen, Bahnen, Fahrrad absoluten Vorrang gewähren und den motorisierten Individualverkehr und Straßengüterverkehr drastisch reduzieren“, sagte Ardelt-Theeck.

Zum Aktionsbündnis zählen die Bürgervereinigung Nordend, die Bürgervereinigung Seckbach, die Bürgerinitiative Grüne Lunge, die Interessengemeinschaft Lärmschutz Inheidener Straße, der Ortsverband der Falken im Riederwald, die Interessengemeinschaft östliche Stadtteile, der BUND-Ortsverband Frankfurt-Ost, der BUND-Kreisverband Frankfurt sowie der VCD Regionalgruppe Rhein-Main.

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