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Die A661 soll von der Friedberger Landstraße bis zu Seckbacher Landstraße eingehaust werden. Vorher kommen Fahrspuren hinzu.
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Die A661 soll von der Friedberger Landstraße bis zu Seckbacher Landstraße eingehaust werden. Vorher kommen Fahrspuren hinzu.

Autobahn-Ausbau

Akten für Ausbau der A661 nicht komplett

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Beim umstrittenen Ausbau der A661 ist ein Formfehler passiert. Die Unterlagen müssen nun erneut offengelegt werden.

Für die Autobahn GmbH des Bundes beginnt das neue Jahr mit einer kleinen Panne. Sie muss die mehr als tausend Seiten starken Unterlagen für den Ausbau der A661 in Frankfurt ein zweites Mal öffentlich auslegen.

Wie aus einem Schreiben des Regierungspräsidium (RP) Darmstadt hervorgeht, wird die Offenlage der Planänderungsunterlagen wiederholt. Als Begründung nennt das RP Darmstadt einen Formfehler: „Es ist zutreffend, dass sowohl in den auf der Homepage des Regierungspräsidiums veröffentlichten Unterlagen als auch im Auslegungsexemplar sämtliche der im Planverzeichnis der Verkehrsuntersuchung aufgeführten Pläne fehlen“, heißt es in dem Schreiben. „Aufgrund dieses Fehlers wird die Öffentlichkeitsbeteiligung wiederholt.“ Bürgerinnen und Bürger, die sich für den Ausbau der A661 interessieren, können die Unterlagen weiterhin auf der Website uvp-verbund.de einsehen, wenn sie nach BAB 661 suchen. Sie können auch Einwendungen erheben, etwa wegen der steigenden Zahl an Fahrzeugen, der Zunahme des Verkehrslärms und den Schadstoffwerten.

Die erneute Offenlage soll von Februar bis März stattfinden, teilte eine Sprecherin von Hessen Mobil mit. Daran schließe sich ein einmonatige Äußerungsfrist an.

Analyse- und Prognosezahlen fehlen

Der Fehler war der Bürgervereinigung Nordend und dem Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn aufgefallen. Bei den fehlenden Plänen handele es sich um die Analyse- und Prognosezahlen zur künftigen Verkehrsbelastung, sagte der Sprecher Friedhelm Ardelt-Theeck. „Diese belegen die dramatische Verkehrszunahme auf den Haupteinfallsstraßen innerhalb des Autobahnrings und in der Umweltzone“, sagte er. Seinen Angaben zufolge steigt die Zahl der Fahrzeuge auf der Friedberger Landstraße von 47 000 auf 60 000 am Tag.

Auf der Saalburgallee fahren demnach künftig 45 000 statt 35 000 Fahrzeuge am Tag. Für die Umweltzone sei mit einer Zunahme von 30 000 auf 170 000 Fahrzeuge am Tag zu rechnen.

„Also genau das Gegenteil dessen, was jetzt insbesondere im Zusammenhang mit der Luftreinhalteplanung und der Lärmminderungsplanung dringend erforderlich ist“, sagte er.

Der Bund will die A661 zwischen Friedberger Landstraße und Frankfurt-Ost erst vierspurig, dann sechsspurig mit einer Einhausung ausbauen. Für den sechsspurigen Ausbau ist ebenfalls ein Planänderungsverfahren nötig.

Zunächst soll die A661 eine Direktrampe bekommen, die von der Friedberger Landstraße nach Süden auf die Autobahn führt. Außerdem sind sogenannte Verflechtungsstreifen geplant, so dass die vierspurige Autobahn streckenweise sechsspurig wird. Der Ausbau soll bis 2029/30 abgeschlossen sein, wenn auch der Riederwaldtunnel entlang der A66 fertig sein soll.

Bis dahin oder danach, das steht noch nicht fest, soll die A661 durchgehend sechsspurig werden. Der Abschnitt zwischen Friedberger und Seckbacher Landstraße soll auf etwa einem Kilometer Länge überdacht werden. Die Einhausung soll eine weitere Stadtentwicklung im geplanten Ernst-May-Viertel möglich machen.

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