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Das Rathaus Römer ist zur "Blauen Stunde" hell erleuchtet.

"Das Schild muss bleiben"

AfD wettert gegen Anti-Rassismus-Schild und entlarvt sich damit selbst - Ein Kommentar

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Die AfD versucht den antirassistischen Slogan am Römer entfernen zu lassen und entlarvt sich dadurch selbst. Ein Kommentar. 

Das lässt schon ziemlich tief blicken. Da hängt am Eingang zum Frankfurter Römer ein Schild, auf dem eine Absage an jeden Rassismus zu lesen ist. Niemand, der an einem respektvollen und demokratischen Miteinander in dieser Stadt interessiert ist, kann damit ein Problem haben. 

Und der AfD fällt nichts Besseres ein, als die Stadt abzumahnen, damit das Schild verschwindet – weil die Initiative dahinter sich gegen die rechte Partei stellt.

AfD-Frankfurt: Man gehe nur gegen die Diskreditierung vor

Natürlich betont der AfD-Fraktionschef Rainer Rahn jetzt, dass er nicht gegen den antirassistischen Slogan vorgehe, sondern nur gegen das, was er für eine Diskreditierung seiner Partei hält. Aber der Eindruck, der entsteht, ist trotzdem ein anderer: Wer dieses Schild nicht ertragen kann, fühlt sich offenbar gemeint, wenn Rassismus kritisiert wird.

Und das ja auch nicht zu Unrecht: Niemand, der wirklich gegen Rassismus eintritt, kann die AfD unterstützen, deren Vertreter immer wieder durch völkische Slogans und übelste rassistische Hetze auffallen. So gesehen ergibt es durchaus Sinn, dass die AfD das Schild weghaben will. Und es bleibt zu hoffen, dass es noch lange am Römer hängen bleibt.

Derweil hat ein Berliner Architekturbüro auf eine Bewerbung mit „Bitte keine Araber“ geantwortet. Der Rassismus-Eklat sorgt im Netz für reichlich Empörung.

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