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Frankfurt: Ärger über Rodungen am Westkreuz

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Von: Thomas Stillbauer

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Umweltamt: Bäume waren erheblich geschädigt. Die Behörde fordert die Autobahnmeisterei dennoch zu mehr Sorgfalt auf.

Große Aufregung in Griesheim: Vor einigen Tagen wurden nahe der Siedlung Am Neufeld/Am Niedwald Bäume am Rand der Autobahn (Westkreuz Frankfurt) gefällt. „Mit großem Gerät ging das alles so schnell, dass man kaum reagieren konnte“, schrieb eine Anwohnerin an die FR. Für die Menschen und Vögel bedeute das einen großen Einschnitt in die Natur: „Diese Bäume waren und sind Lärmschutz, Feinstaubschutz, Tierschutz und Umweltschutz.“ Einige stellten sich den Arbeitern entgegen, unterbrachen so die Baumfällung und informierten das Ordnungsamt. „Die Hälfte dieser langen Baumreihe ist weg“, schätzte die Einwohnerin. „Eine Neuanpflanzung an anderer Stelle bringt für uns keinen Nutzen.“

Auf etwa ein Drittel der vorgesehenen Strecke schätzt Volker Rothenburger, der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde beim Umweltamt, den Umfang der bisherigen Rückschnitte. Er machte sich am Freitag selbst ein Bild von den Arbeiten. Seine Einschätzung: „Es sieht für Laien brutal aus, aber im Unterwuchs stehen noch Sträucher und junge Bäume. Es wurde nicht alles zerstört wie mit einem Rasenmäher.“

Zudem handele es sich zum größten Teil um erheblich durch die Trockenheit geschädigte Bäume. Die Sorge der Autobahnmeisterei, es könnte totes Holz auf die Fahrbahn geweht werden, sei nachzuvollziehen. Dennoch: Es seien auch vitale Bäume betroffen. „Da hätte ich eine größere Differenzierung erwartet.“

Generell stellt die Autobahnmeisterei beim sogenannten Jahresgespräch vor, was sie plant. Im Fall des Westkreuzes wurde die grobe Planung auch vorab genehmigt, der ganze Umfang sei aber nicht abzusehen gewesen.

Mit der Autobahnmeisterei sei nun vereinbart, dass die vitalen Bäume, die stehen bleiben sollen, vorab markiert werden. Das sei beim ersten Drittel nicht geschehen, so Rothenburger. ill

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