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Absurde Entscheidung

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Dass die Mietpreisbremse nun sogar in sechs Frankfurter Stadtteilen nicht gelten soll, ist angesichts der miserablen Situation regelrecht absurd.

In kaum einer deutschen Stadt sind die Mieten so hoch, ist der Wohnungsmarkt so angespannt wie in Frankfurt. Selbst Menschen, die überdurchschnittlich verdienen, haben inzwischen Probleme, eine für sie bezahlbare Wohnung zu finden. Andere befürchten, sich ihr Zuhause nicht mehr leisten zu können, aus der Stadt gedrängt zu werden, wie viele vor ihnen. Dass die Mietpreisbremse, die verhindern soll, dass Eigentümer Mieterwechsel nutzen, um über die Maßen abzukassieren, nun sogar in sechs Frankfurter Stadtteilen nicht gelten soll, ist angesichts der miserablen Situation regelrecht absurd.

Mag sein, dass die Mieten in diesen Teilen der Stadt nicht so stark gestiegen sind wie in anderen Bereichen. Doch auch dort haben sie im Mittelwert ein Niveau erreicht, das sich viele kaum noch leisten können. Dass Vermieter dort, wenn eine Wohnung frei wird, verlangen können, was sie wollen, macht bisher vergleichsweise günstigere Stadtteile zudem noch teurer.

Gern betont die Landesregierung, es sei ihr Ziel, dass alle Menschen in Hessen eine gute Wohnung zu einem bezahlbaren Preis finden können. Wenn ihr das ernst ist, sollte sie den Schutz der Mieter nicht noch weiter einschränken.

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