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Frankfurt: Abriss des „FAZ“-Areals soll im Frühjahr beginnen

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Von: Florian Leclerc

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So sollen die „Hellerhöfe“ aussehen. Illustration: Schmidtploecker
So sollen die „Hellerhöfe“ aussehen. Illustration: Schmidtploecker © PE Hellerhöfe / Schmidtploecker

Drei Menschen hatten sich im Planungsausschuss über die Entmietung auf dem FAZ-Areal beschwert. Laut „FAZ“ wurde mit den meisten Mietparteien schon eine Lösung gefunden.

Die „FAZ“ hält an ihrem Zeitplan fest, dass Areal rund um die Hellerhofstraße, Mainzer Landstraße, Frankenallee, Gutenberg- und Günderrodestraße von Frühjahr 2023 an abzureißen. Ende 2022 zieht das Unternehmen an die Europaallee.

Auf dem heutigen „FAZ“-Areal, wo auch „FNP“ und FR derzeit noch Zeitungen produzieren, sollen die „Hellerhöfe“ entstehen: Geplant sind 500 bis 540 Wohnungen, davon ein Drittel gefördert, ein bis zu 60 Meter hohes Bürohochhaus und zwei Kitas. Die Stadt plant eine vierzügige Grundschule mit Sporthalle auf dem Gebiet der Günderrodestraße 5 und 6 und Frankenallee 95 bis 99.

Drei Menschen hatten sich am Dienstagabend im Planungsausschuss über ihre Entmietung auf dem Areal beschwert. Ihnen seien Räumungsklagen zugeschickt worden. Die Politikerinnen und Politiker reagierten empört. Bis zum Bau der Schule würden noch zwei Jahre vergehen, sagte Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). Weber und Planungsdezernent Mike Josef (SPD) kündigten Gespräche mit der „FAZ“ an.

Räumungsklage in zwei Fällen

Auf Anfrage der Frankfurter Rundschau teilte Petra Hoffmann, Sprecherin des Medienhauses mit, schon am Mittwoch habe es Kontaktaufnahmen in beide Richtungen gegeben. Im Juni 2020 habe das Unternehmen den 15 Mieterinnen und Mietern mit direktem Mietverhältnis die Aufhebung der Mietverträge bis Juni 2022 angekündigt. In 13 Fällen sei das einvernehmlich geschehen. Inzwischen seien nur noch zwei direkt vermietete Wohneinheiten in der Frankenallee 97 belegt.

Die Gebäude Günderrodestraße 5 und Frankenallee 99 seien bis Ende 2022 von der städtische KEG Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH angemietet worden. Diese habe einen Untermietvertrag mit dem evangelischen Verein für Wohnraumhilfe Frankfurt.

Die „FAZ“ habe sich aktiv um die Vermittlung neuer Wohnungen bemüht, die einem Profil entsprochen hätten, das zuvor mit den Mieterparteien vereinbart worden sei, sagte die Sprecherin. Es habe auch finanzielle Hilfen beim Umzug gegeben. In lediglich zwei von 15 Fällen sei es noch zu keiner Lösung gekommen. „Wir bedauern das sehr, sahen aber leider keine andere Möglichkeit mehr, als die Wohnungen zu kündigen und nach Ablauf der Kündigungsfrist nunmehr Räumungsklage einzureichen“, sagte die Sprecherin.

Eine langjährige Mieterin habe allerdings inzwischen eine Wohnung in Aussicht. Mit ihr und der zweiten Mietpartei gebe es Kontakt. „Unsere Unterstützungsangebote halten wir selbstverständlich aufrecht“, sagte die Sprecherin. In den Liegenschaften, die von der KEG angemietet seien findet laut Sprecherin nach und nach der Umzug der Mieter und Mieterinnen in andere Einrichtungen statt. „Wir haben keine Informationen über soziale Notlagen“, sagte sie.

Mit der Stadt sei vereinbart worden, das Grundstück bis Ende 2024 zu übergeben. Daher müsse der Abbruch von Frühjahr 2023 an vorbereitet werden.

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