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Frankfurt: ABG fährt Heizungen wieder hoch

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Von: Christoph Manus

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Das Frankfurter Wohnungsunternehmen ABG beendet nun auch die Drosselung der Temperaturen in der Nacht. Nun kann es wieder mehr als 18 Grad in den Wohnungen werden.

Mit Gas zu heizen oder zu kochen wird immer teurer. In Frankfurt erhöht der Energieversorger Mainova die Preise.
Die städtische Wohnungsgesellschaft ABG Frankfurt Holding hatte für 34.000 Wohnungen die Temperaturen gedrosselt. Nun sieht sie keine Gasmangellage mehr und erlaubt auch nachts wieder mehr als 18 Grad. © dpa

Die Mieterinnen und Mieter der Wohnungsgesellschaft ABG Frankfurt sollen ihre Wohnungen nun auch nachts wieder beheizen können, wie sie wollen. Das städtische Unternehmen wird die Heizungsanlagen, die so eingestellt waren, dass in der Nacht eine Temperatur von 18 Grad nicht überschritten wird, nach und nach wieder hochfahren. Das haben ABG-Geschäftsführer Frank Junker und Planungsdezernent Mike Josef (SPD), seit kurzem Aufsichtsratschef der ABG, angekündigt und mit der derzeit stabilen Gaslage begründet.

Zunächst hatte die ABG in der Energiekrise die Temperatur der 34.000 zentral beheizten Wohnungen auch am Tag abgesenkt. Mehr als 20 Grad waren nicht mehr drin. Nach scharfer Kritik von Mietervereinen und aus dem Römer hatte die ABG diese Drosselung aber schon im Dezember nach und nach beendet.

Erst jüngst hatte die CDU einen Antrag mit dem Ziel eingebracht, die ABG auch zu einem Ende der Drosselung in der Nacht zu bewegen. „Die Menschen haben bei der ABG eine Wohnung in dem berechtigten Glauben angemietet, diese individuell heizen zu können – und zwar sowohl am Tag als auch in der Nacht“, begründete diese ihren Vorstoß. Bei den Mieter:innen handele es sich schließlich um „mündige Bürger, die auch sonst verantwortungsvoll ihren Pflichten nachkommen“.

Josef stellt sich hinter ABG

Josef verteidigte dagegen am Montag erneut den Kurs der ABG. Diese habe mit der zwischenzeitlichen Absenkung der Temperatur angesichts einer damals drohenden Gasmangellage sehr verantwortungsvoll gehandelt, sagte er der Frankfurter Rundschau.

Junker und Josef appellieren an die Mieterinnen und Mieter, trotz des Aufhebens der Beschränkungen weiterhin Energie zu sparen. Jedes Grad weniger bedeute eine Energieeinsparung von sechs Prozent, sagte der Stadtrat.

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