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Frankfurt: Wieder mehr als 20 Grad - Wohnungsgesellschaft ABG erhöht Temperaturen

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Von: Christoph Manus

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Frank Junker ist Geschäftsführer der ABG Frankfurt Holding.
In ABG-Wohnungen soll es tags über wieder mehr als 20 Grad werden können. Das hat ABG-Chef Frank Junker mit der Stadt Frankfurt vereinbart. © Monika Müller

Nach heftiger Kritik stellt die Frankfurter Wohnungsgesellschaft ABG die Heizungsanlagen wieder um. Am Tag soll es wieder mehr als 20 Grad warm werden können.

Frankfurt – Die Mieter:innen der städtischen Wohnungsgesellschaft ABG Frankfurt Holding sollen ihre Wohnungen tagsüber nicht länger nur bis zu einer Temperatur von 20 Grad beheizen können. Das hat Wohnungsdezernent Mike Josef (SPD) am Samstag (3. Dezember) gegenüber der Frankfurter Rundschau bestätigt.

Die Temperaturen würden in den 34.000 zentral beheizten Wohnungen nun nach und nach wieder hochgefahren, kündigte er an. Das habe er mit ABG-Geschäftsführer Frank Junker vereinbart. Die ABG habe die Absenkung mit der Vorgabe, Gas zu sparen und einer drohenden Gasmangellage begründet, sagt Josef. Diese sei aber derzeit nicht in Sicht. Nachts soll es allerdings bei einer Absenkung auf 18 Grad bleiben.

Frankfurt: „Vertrauensverlust“ der Mieter von Wohnungsgesellschaft ABG

Die Absenkung der Temperaturen war immer wieder scharf kritisiert worden, etwa vom DMB-Mieterschutzverein und dem Verein „Mieter helfen Mietern“. Auch in der Stadtverordnetenversammlung gab es jüngst heftige Kritik am Vorgehen der Wohnungsgesellschaft. Derartige Temperaturen seien kranken Menschen, aber auch Kindern und älteren Menschen nicht zuzumuten, sagte etwa die Stadtverordnete Sabine Fischer (CDU).

Sie sprach zudem von einem „Vertrauensverlust“. Denn die Mieter:innen seien bei Vertragsschluss nicht von einer Maximaltemperatur in den Wohnungen ausgegangen. Das Vorgehen der ABG führe dazu, dass Mieter:innen zusätzlich Heizlüfter oder ähnliche Geräte laufen ließen, kritisierte Sylvia Momsen (Grüne).

Frankfurt – Mieter müssen nicht jede Heizkostenvorauszahlung hinnehmen

Josef hatte das Vorgehen der ABG dagegen im Stadtparlament noch weitgehend verteidigt. „Sie macht das nicht bösartig.“ Sobald es die Situation zulasse, werde die ABG die Drosselung aber wieder aufheben, hieß es. (Christoph Manus)

Angesichts der drastisch steigenden Nebenkosten empfiehlt Conny Petzold vom Verein „Mieter helfen Mietern“ den Betroffenen, eine Beratung in Anspruch zu nehmen.

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