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Frankfurt: ABG bewegt sich im Streit um Solaranlage

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Von: Christoph Manus

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Die ABG Frankfurt Holding setzt bisher vor allem auf Mieterstrom, hier eine Anlage, die vor sechs Jahren im Frankfurter Stadtteil Heddernheim installiert wurde.
Die ABG Frankfurt Holding setzt durchaus auf Solarstrom, wie hier in Heddernheim. Mit Modulen von Mietern auf Balkonen tut sie sich aber eher schwer. © christoph boeckheler

Die Wohnungsgesellschaft ABG Frankfurt Holding zeigt sich im Streit um Solarmodule auf einer Dachterrasse nun doch kompromissbereit. Ihr Kurs stößt dennoch auf Kritik.

Im Rechtsstreit um Solarmodule auf der Dachterrasse eines Rödelheimer Mieters der städtischen Wohnungsgesellschaft ABG Frankfurt-Holding rückt nun doch eine gütliche Lösung näher. Die ABG hatte mit einer Klage erreichen wollen, dass der Mieter die Anlage abbaut. Geschäftsführer Frank Junker hatte das mit der fehlenden Genehmigung, einer unsachgemäßen Befestigung und optischen Vorbehalten begründet und den strikten Kurs gegen Kritik verteidigt.

Vor dem Frankfurter Amtsgericht, das sich am Donnerstag mit der Sache befasste, zeigte sich die ABG offenbar deutlich kompromissbereiter. Conny Petzold vom Mieterverein „Mieter helfen Mietern“ sprach nach dem mündlichen Verhandlungstermin von einem vollen Erfolg. Beide Parteien strebten einen Vergleich an. Nun solle bei einem Ortstermin geklärt werden, wie die Anlage fachgerecht angebracht werden könne, berichtete Petzold.

Linke im Römer kritisiert den Kurs der ABG in Sachen Solarstrom auf dem Balkon scharf

ABG-Geschäftsführer Junker hatte sich am Mittwoch im Gespräch mit der FR wenig offen für Solaranlagen von Mieterinnen und Mietern auf Balkons gezeigt. Ob die Wohnungsgesellschaft diese erlaube, werde sie auch künftig im Einzelfall prüfen, hieß es. Es seien jeweils nicht einfache technische Fragen zu klären.

Die Linke im Römer kritisiert diesen Kurs stark. Sie forderte die Stadt am Donnerstag auf, ihre Pläne zur Förderung von Solarpanels auf Balkonen von ABG-Mieter;innen trotzdem durchzusetzen. Den Frankfurter Bundestagsabgeordnete Kaweh Mansoori (SPD) stört es ebenfalls, dass die ABG in Zeiten der Energiekrise so vorgeht. „Es ist absurd, in dieser Situation die Gebäudeoptik zu priorisieren.“

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