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Frankfurt: 500 Inlandflüge pro Woche

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Von: Jutta Rippegather

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Während der Corona-Pandemie wurde am Flughafen Frankfurt viel Personal entlassen, nun wird es dringend gebraucht. Renate Hoyer
Während der Corona-Pandemie wurde am Flughafen Frankfurt viel Personal entlassen, nun wird es dringend gebraucht. © Renate Hoyer

Der Winterflugplan von Fraport ist noch nicht auf dem Niveau vor Corona. Personal gesucht.

Fraport nimmt Kurs auf das Niveau vor der Pandemie. Durchschnittlich 3530 Passagierabflüge pro Woche sind für den Winterflugplan vorgesehen. Das seien zwar noch sechs Prozent weniger als im Winterflugplan 2019/2020 - aber 32 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2021/22, heißt es in einer Mitteilung der Flughafenbetreiberin. Davon entfallen 495 Flüge auf innerdeutsche Verbindungen.

Drehscheibenfunktion erhalten

Frankfurt bleibe Deutschlands größtes und wichtigstes internationales Luftverkehrsdrehkreuz. Nach aktuellem Stand sollen demnach in der Wintersaison 82 Fluggesellschaften zu 246 Destinationen in 96 Ländern weltweit von Frankfurt abheben. „Im nationalen Vergleich bieten Airlines in FRA die größte Auswahl an Flugverbindungen an.“ Rund die Hälfte aller Ziele lägen außerhalb Europas. „Was die internationale Drehscheibenfunktion des Frankfurter Flughafens unterstreicht.“ Der Winterflugplan tritt mit der Zeitumstellung am 30. Oktober in Kraft und gilt bis 25. März.

Die Branche rechnet damit, dass die Menschen weiter mit dem Flugzeug von Frankfurt aus abheben wollen. Viele Airlines bieten auch in der kalten Jahreszeit mehrmals täglich Flüge zu allen größeren europäischen Metropolen an. Auch touristische Ziele auf den Balearen und Kanaren sowie in Griechenland, Portugal und der Türkei stehen weiterhin auf dem Programm, heißt es.

Nachdem der Personalmangel in diesem Sommer zu massiven Qualitätseinbußen führte, soll der Service besser werden, sagt Fraport-Sprecher Dieter Hulick. „Wir versuchen die Flugzeiten zu entzerren.“ Zudem komme der Konzern gut voran mit dem Anwerben neuer Kräfte. „Wir führen weiterhin unsere bereits seit Spätsommer letzten Jahres laufenden Maßnahmen zur Personalakquise fort“, sagt Hulick. Allein in diesem Jahr seien rund 1800 Neueinstellungen im Bereich Ground Handling erfolgt. Doch das reicht noch nicht, um die Lücke zu füllen, die der Abbau von rund 4000 Stellen während der Pandemie gerissen hat. „Wir führen unsere Rekrutierungsmaßnahmen auch weiterhin fort, insbesondere in den Bereichen Bodenverkehrsdienste, IT, Technik, Feuerwehr und Rettungsdienst.“

Neue Verkehrskonzepte

Der Forderung der Bürgerinitiativen nach einem sofortigen Aus für alle Inlandsflüge erteilt Fraport eine Absage, schließt dies für die Zukunft aber nicht kategorisch aus – unter der Bedingung, dass kein Wettbewerbsnachteil entsteht. „Ein gegebenenfalls perspektivischer teilweiser Verzicht von innerdeutschen Strecken müsste so gestaltet werden, dass er nicht lediglich zu einer Abwanderung von Flügen in das europäische Ausland führt“, sagt Hulick. Die Flughafenbetreiberin arbeite mit der Deutschen Bahn und Lufthansa bereits „sehr lange und intensiv“ an den Voraussetzungen für neue Verkehrskonzepte. „Insofern sehen wir uns gut im Wettbewerb positioniert, um auch Zubringerflüge, ökologisch freundlich und serviceorientiert perspektivisch auf die Schiene verlagern zu können.“

Nach Angaben des Konzernsprechers liegt der Anteil innerdeutscher Flüge in diesem Jahr bei rund 6,5 Prozent. Im Jahr 2019, seien es noch rund 14 Prozent gewesen. „Gerade vor dem Hintergrund des Klimaschutzes beschäftigen wir uns kontinuierlich mit der Nutzung von Synergien unterschiedlicher Verkehrsträger“, so Hulick. Kein anderer Flughafen in Deutschland habe eine bessere Anbindung an die Schiene wie Frankfurt mit dem ICE-Bahnhof. Die Verbindung nach Köln sei schon vor zehn Jahren aus dem Flugplan genommen worden und werde nur noch per ICE bedient.

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