Eine Polizistin sperrt den Tatort am Ziegelhüttenweg ab. 
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Eine Polizistin sperrt den Tatort am Ziegelhüttenweg ab. 

Kriminalität

Sachsenhausen: 39-Jähriger niedergeschossen

  • Hanning Voigts
    vonHanning Voigts
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In der Nacht zu Mittwoch hat sich in einer Tiefgarage in Sachsenhausen ein versuchtes Tötungsdelikt ereignet. Zu den Hintergründen der Tat wird zunächst wenig bekannt.

Am Morgen danach weist kaum noch etwas auf die Geschehnisse der letzten Nacht hin. Der große Wohnblock im Ziegelhüttenweg in Sachsenhausen liegt ruhig in der Vormittagssonne. Man hört ein paar Spatzen, vereinzelt sind Passanten unterwegs.

Nur an den Beamten, die vor dem Gebäude postiert sind, kann man erkennen, dass sich hier ein Verbrechen ereignet hat. Die Einfahrt zur Tiefgarage, deren Eingang neben dem Wohnblock liegt, ist mit rot-weißem Flatterband abgesperrt, davor stehen Polizisten in Zivil. Beamte mit schwarzen Koffern, offenbar Mitarbeiter der Spurensicherung, verlassen die Tiefgarage, später schleppen andere große Müllsäcke nach draußen. Am Ende fährt noch ein Polizist mit seinem Spürhund vor.

Das Verbrechen hat sich in der Nacht auf Mittwoch gegen 23.30 Uhr ereignet: In der Tiefgarage neben dem Wohnhaus ist ein 39 Jahre alter Mann niedergeschossen worden. Er wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort und konnte nach kurzer Fahndung einen 38-jährigen Tatverdächtigen festnehmen. Außerdem wurde noch ein weiterer Mann verhaftet. Die Nachrichtenagentur dpa berichtet später, dass bei den Festnahmen keine Schüsse gefallen seien.

Am Mittwoch hält die Polizei sich zu dem ganzen Fall zunächst bedeckt. Das Motiv und die Hintergründe der Tat seien Gegenstand der Ermittlungen, man gehe derzeit von einem versuchten Tötungsdelikt aus, heißt es aus dem Frankfurter Polizeipräsidium. Viel mehr erfährt die Öffentlichkeit erst einmal nicht.

Verunsicherte Nachbarn

In der Nachbarschaft des Tatorts, wo ein Hotel, ein Kiosk und ein großer Lebensmitteldiscounter liegen, sorgt die Tat derweil für Unruhe. Bevor die Schüsse gefallen seien, habe es wohl einen lautstarken Streit vor dem Wohnblock gegeben, berichtet ein Anwohner. Den ganzen Morgen über sei die Straße in Höhe des Gebäudes abgesperrt gewesen, die Polizei habe niemanden durchgelassen. Ein Nachbar berichtet, dass in der Umgebung viele Familien mit kleinen Kindern lebten, die wegen der Schüsse in der eigentlich ruhigen Wohngegend aufgebracht und auch verunsichert seien.

Gegen 13 Uhr sind die Arbeiten der Ermittler dann schon beendet: Eine Polizistin und ihr Kollege entfernen das rot-weiße Absperrband und geben die Einfahrt zur Tiefgarage wieder frei. Jetzt erinnert gar nichts mehr an die Geschehnisse der Nacht.

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