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Frankfurt: 23-Jähriger starb durch Kopfschuss im Bahnhofsviertel

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Von: Oliver Teutsch

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Der Hotelgast soll zuvor zwei Prostituierte bedroht und einen Hund schwer verletzt haben

Drei Tage nach dem tödlichen Polizeieinsatz im Bahnhofsviertel sind weitere Details bekanntgeworden. Anders als zunächst mitgeteilt, war der 23-Jährige durch einen gezielten Kopfschuss getötet worden. Der junge Mann sei noch am Einsatzort gestorben, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft und bestätigte damit andere Medienberichte. Zunächst hatten Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt (LKA) angegeben, der Mann sei bei dem Einsatz schwer verletzt worden und später seinen Verletzungen erlegen.

Der Vorfall hatte sich in der Nacht auf Dienstag im Hotel Mosel in der Moselstraße ereignet. Laut Staatsanwaltschaft soll der Mann sich zwei Prostituierte aufs Zimmer bestellt haben. Als der 23-Jährige sie aufforderte Drogen zu nehmen und sie sich weigerten, soll er sie mit einem Messer bedroht haben. Der Polizei gegenüber gaben die Frauen an, bei dem Freier auch eine Schusswaffe gesehen zu haben. Dies rief dann ein Spezialeinsatzkommando (SEK) auf den Plan, das zunächst einen Hund in die dritte Etage des Hotels vorschickte. Der 23-Jährige soll den Hund dann mit einem Messer schwer verletzt haben. Der Hund habe aber dank einer „Not-OP“ überlebt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Freitag.

In der Folge soll der 23-Jährige auch die Beamten mit dem Messer angegriffen haben, so die Sprecherin weiter. Ein sogenannter Taser, eine Elektroimpulswaffe, wie ihn das Überfallkommando verwendet, um Angreifer außer Gefecht zu setzen, soll nicht zum Einsatz gekommen sein.

Der 23-Jährige soll wegen zahlreicher Straftaten im Bereich Gewalt- und Drogenkriminalität der Polizei bereits bekannt gewesen sein.

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