Zusammenleben

20 Jahre „Aktive Nachbarschaft“

  • vonKathrin Becker
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Das Programm hat einige nachhaltige Projekte angestoßen, meint Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU).

Ein junges Mädchen in seinem Kinderzimmer oder eine vierköpfige Familie auf dem heimischen Sofa. Die Motive der neuen Ausstellung „In Frankfurter Gesellschaft“ sind keine Berühmtheiten, keine bekannten Gemälde. Die Porträtierten sind ganz normale Frankfurterinnen und Frankfurter, abgebildet in ihrem eigenen Zuhause. Sechs Jahre lang haben die Fotografin Anna Pekala und der Fotograf Florian Albrecht-Schöck die Stadtteile und ihre Bewohnerinnen und Bewohner in über 600 Aufnahmen in Szene gesetzt.

Etwa 80 Porträts sind seit Freitag im Historischen Museum zu sehen, komplettiert von schwarz-weißen Außenaufnahmen aus den Stadtteilen. Es sei ein „wunderbares, buntes Bild“, das die Fotografen von den Menschen aus den Stadtteilen gezeichnet hätten, sagte Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) bei der Eröffnung am Freitag.

Die Ausstellung ist ein Projekt im „Frankfurter Programm – Aktive Nachbarschaft“, das in diesem Jahr 20 Jahre alt wird. Ziel des Programms ist es, die Lebenssituationen in den jeweiligen Stadtteilen zu verbessern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken.

Anlässlich des runden Geburtstags warf Birkenfeld einen Blick zurück auf die Anfänge des Programms und dankte den Quartiersmanagerinnen und Quartiersmanagern für ihre Arbeit. „Die Idee des Programms war es, die Stadtteile zu aktivieren und die Menschen, die dort leben für eine Idee zu begeistern“, erinnerte sie. Daraus hätten sich eine Reihe von nachhaltigen Projekten entwickelt.

Quartiersmanagerin Maria Schmedt berichtete beispielsweise von dem Interkulturellen Dialog aus dem Gallus, bei dem inzwischen alle im Stadtteil vertretenen Religionsgemeinschaften vertreten seien. „So haben Menschen ihre Nachbarn kennengelernt, neben denen sie 20 Jahre lang gewohnt haben“, resümierte sie.

Da die ursprünglich geplanten Feierlichkeiten aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen müssen, verkündete die Sozialdezernentin am Freitag das Alternativprogramm. „Wir wollten nicht tatenlos sein und weiter auf unser Programm aufmerksam machen“, sagt sie.

So soll den Ehrenamtlichen mit einer Plakataktion gedankt werden und die Geburtstagsveranstaltung im September 2021 nachgeholt werden, zusammen mit der 20. Vergabe des Frankfurter Nachbarschaftspreises.

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