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Gerade erst besuchte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die EZB, demnächst kommt er zur Frankfurter Buchmesse.

Buchmesse in Frankfurt

Bundespräsident will Signal gegen Fremdenhass setzen

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet am 10. Oktober den "Pavilion", das neue Wahrzeichen der Frankfurter Buchmesse. Dabei will er auf Populismus und Fremdenfeindlichkeit eingehen.

Ein deutliches Signal gegen Populismus und Fremdenfeindlichkeit will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf der Frankfurter Buchmesse setzen. Der Politiker eröffnet am Mittwoch, 10. Oktober, das neue Veranstaltungsgebäude, den „Pavilion“ auf dem Messemarktplatz, der Agora. Er diskutiert dort in einer Podiumsrunde unter dem Titel „Vom Dafürhalten – wie wir die Freiheit in stürmischen Zeiten verteidigen“.

Gesprächspartner des Bundespräsidenten sind die kroatische Autorin Ivana Sajko und der belgische Schriftsteller Stefan Hertmans. Die 42-jährige Sajko gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen Südosteuropas. Sie hat zwei Romane veröffentlicht, ist aber über Kroatien hinaus vor allem durch ihre Theaterstücke bekannt geworden. Das Schauspiel Frankfurt zeigte „Das sind nicht wir, das ist nur Glas“, andere wichtige Arbeiten sind „Szenen mit Apfel“, „Landscape with the fall“, „Europa“ und „Bombenfrau“. Auf Deutsch erschien ihr Roman „Rio Bar“, in dem Sajko das Schicksal einer vom Krieg traumatisierten Frau erzählt.

Buchmesse Frankfurt: Gespräch mit Stefan Hertmans

Der 67-jährige Stefan Hertmans zählt seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Schriftstellern Belgiens. Zuletzt machte er 2016 durch den Roman „Die Fremde“ auf sich aufmerksam, in dem er die grauenvollen Erfahrungen einer jungen Christin zur Zeit der Kreuzzüge reflektiert.

In dem Gespräch mit Steinmeier, das von Phoenix-Programmgeschäftsführerin Michaela Kolster moderiert wird, soll es darum gehen, wie sich Feindbilder überwinden lassen.

Der für eine Million Euro aus Holz errichtete „Pavilion“ soll zu einem neuen Wahrzeichen der Frankfurter Buchmesse werden. Er ist vom 10. bis zum 13. Oktober der Ort eines eigenen Programmes mit Diskussionen und Lesungen, das die Buchmesse erstmals entwickelt hat. Auch der Journalist Denis Yücel, der lange in türkischer Haft saß, wird während der Buchmesse dort auftreten. Das temporäre Bauwerk, das in jedem Jahr innerhalb von fünf Tagen auf- und abgebaut werden soll, ist für 400 Besucherinnen und Besucher ausgelegt. Der Entwurf stammt vom renommierten Frankfurter Architekturbüro Schneider&Schumacher.

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