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Julia Frank will Vorsitzende der Grünen werden.
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Julia Frank will Vorsitzende der Grünen werden.

Kommunalpolitik

Frank und Frank wollen die Frankfurter Grünen führen

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Beim Parteitag dürfte es auch ums Verhältnis zwischen Vorstand und Basis gehen.

Es sind aufregende Zeiten bei den Frankfurter Grünen. Am Montag stimmte die Partei dem Koalitionsvertrag mit SPD, FDP und Volt zu – samt zusätzlicher Erklärung, was überhaupt nicht sicher war. Mehrere Mitglieder sagten, nur der Vertrag sei relevant, die danach ausgehandelte Erklärung könnten sie bestenfalls zur Kenntnis nehmen. Eine solche Formulierung hätte die Regierungsbildung in Frankfurt mit Sicherheit weiter verzögert. Doch jene Grünen, die sich mit der Erklärung nicht anfreunden konnten, zogen bei der abschließenden Abstimmung den Kürzeren.

Am Samstag trifft sich die Partei erneut zur (digitalen) Versammlung, und wieder haben die Mitglieder die Wahl. Spannung versprechen vor allem die Kür von Kreissprecherin und -sprecher. Für beide Ämter gibt es nun eine zweite Kandidatur.

So bewirbt sich für den Posten, der Frauen vorbehalten ist, neben der Landtagsabgeordneten Miriam Dahlke nun auch Julia Frank. Die 46-Jährige aus Nieder-Eschbach sitzt seit der Kommunalwahl im Stadtparlament und ist zugleich Vorsitzende des Stadtelternbeirats. In ihrer Bewerbung spricht die Konzertveranstalterin ein Thema an, das bei den Frankfurter Grünen derzeit viele umtreibt: den Kontakt zwischen Vorstand und Basis.

„Ich möchte mehr zuhören und dadurch Themen besser aufgreifen, denn unsere Inhalte kommen nicht aus dem Vorstand“, schreibt Frank in ihrer Vorstellung auf den Seiten der Grünen. Die wichtigen Vorstöße käme aus Stadtteilgruppen, der Grünen Jugend oder den Arbeitsgemeinschaften. Der Vorstand sollte sich der Basis verstärkt öffnen, fordert Frank.

Dass manche Vorschläge der Parteispitze um Beatrix Baumann und Bastian Bergerhoff, die nicht mehr kandidieren, nicht immer gut ankommen bei den Stadtteilgruppen, zeigte sich in den vergangenen Monaten gleich mehrfach. Zunächst setzte die Basis durch, dass das von den Grünen maßgeblich vorangetriebene Bauprojekt Günthersburghöfe nur abgespeckt umgesetzt wird. Dann verloren etablierte Grüne bei der Aufstellung der Kandidat:innenliste für die Kommunalwahl Platz um Platz. Für Empörung sorgte schließlich, dass Vorstand und Verhandlungskommission ein Personaltableau für den Magistrat vorlegten, in dem (zunächst) drei Männer und zwei Frauen vorgesehen waren. Ein klarer Verstoß gegen das Frauenstatut der Partei, schimpfte die Basis.

Die Abstimmung zwischen Frank und Dahlke dürfte spannend werden. Seit ihrer erfolgreichen Direktkandidatur für den Landtag im Jahr 2018 hat Dahlke ein hohes Ansehen in der Partei und zudem deutlich an Profil gewonnen. Die Berufspolitikerin gegen die Kandidatin der Basis – das Ergebnis ist schwer zu tippen.

Frank kandidiert auch für den Vorstandsposten, den bei den Grünen traditionell Männer besetzen. Gemeint ist allerdings Daniel Frank. Der 37-Jährige, der mit Julia Frank nicht verwandt ist, steht der Stadtteilgruppe Bockenheim – Kuhwald – Westend vor. Er tritt gegen den Stadtverordneten Christoph Rosenbaum an.

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