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Das Klima liebt Radfahrer – hier die Critical Mass im Sommer auf der Bockenheimer Landstraße.

Klimawette

FR-Team überspringt die 120-Tonnen-Marke

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Die dritte Woche bringt einen sagenhaften neuen Rekord an CO2-Einsparung. Die Beiträge reichen vom Schuhverzicht bis zur Haussanierung.

Grandios: Die veröffentlichten Beiträge unserer dritten Klimawette-Woche sparen so viel CO2, wie wir in den ersten beiden Wochen insgesamt gewuppt haben – mehr als 60 Tonnen. Da sieht man, was das für eine starke Gemeinschaft ist: FR-Leserinnen und -leser und unsere Umwelt.

So viele Menschen haben sich inzwischen an der Wette zwischen der Rundschau und dem Frankfurter Energiereferat beteiligt, dass wir Ihre Beiträge vermutlich noch bis nach Ablauf unserer Wette (am 20. Februar) veröffentlichen werden. Bleiben Sie dran, hier sind die nächsten aus der langen Reihe der Klimaretter.

Gerald Heinbuch kündigt an: „Vollständiger Verzicht auf Flugreisen (statt wie früher ca. 2x/Jahr innerhalb Europas); vollständiger Verzicht auf Plastiktüten und, soweit möglich auch -verpackung; Reduktion des Fleischkonsums auf 1-2x/Woche; Benutzung des Fahrrads zur Arbeit, zehn Kilometer einfach (statt wie früher mit der S-Bahn, die aber leider immer noch zu 55 Prozent mit Kohlestrom fährt); Optimierung des Haushalts beim Verbrauch von Strom und Gas.“ Und, besonders wertvoll: „Lesen sämtlicher Artikel von Joachim Wille“, dem FR-Klimafachmann. „Spart zwar nicht primär CO2 ein“, schreibt Heinbuch mit einem Augenzwinkern, „bringt aber sehr viel in der Diskussion mit anderen, also sekundärer Effekt. Hoffentlich.“ Da sind wir sicher.

Große Ehre: Ute Wittich hat uns geschrieben, die Frankfurter Gartenarchitektin mit Herz. „Liebe FR-Leute“, lobt sie, „ich bin sehr angetan von der Idee der FR-Klimawette!“ Sie hat fast so viele Beiträge, wie der Frühling Blüten hat. Auszüge: „Möglichst papierloses Büro, Auto so oft wie möglich in der Garage lassen, Öffis benutzen, viel laufen und die Stadt besser kennenlernen.“ Weiter: „Auf der Autobahn max. 100 km/h flitzen, immer Einkaufstasche mitnehmen. Joghurt selbst machen, Gläser ausdauernd wiederverwenden. Fleisch reduzieren – maximal alle 2 Wochen.“ Wir kriegen gar nicht alles unter: Essensreste kreativ weiterverarbeiten, Bäume und Büsche pflanzen, Dach-und Fassadengrün, unverpackt einkaufen, „trotz großer Vorliebe für schöne Schuhe den Kauf verkneifen“, Kleiderneukauf reduzieren, möglichst plastikfrei leben, nur kurz duschen, Brot selbst backen, unnötige Newsletter und Werbung abbestellen, keine chemischen Putzmittel, alte Büroordner wiederverwenden, Geranien überwintern, statt neue kaufen, Fridays for Future unterstützen und zu Demos gehen.

FEINE EINZELLEISTUNG

So viele Kilogramm CO2 sparen die
Beiträge des FR-Teams aus der dritten Woche der Klimawette ein:

Ulrike Neißner: 12 615 Kilogramm CO2
Dorothea Korn & Norbert Mielke: 1970
Wolfgang Bargon: 3340
Ilona & Michael Uhlig: 1200
Linda Schmidt: 47
Sabine Gauss: 4250
Uwe Scholz: 253
Uwe Conrad: 500
Günther Weber: 4573
Helene Steffen: 9142
Petra Schladitz: 424
Krista Schulte: 12 215
Lydia Jacoby: 6668
Ingrid Hiller: 4200
Macht zusammen: 61 397 Kilo

Jedes Gramm ist ein Gewinn fürs Klima. Herzlichen Dank an alle! 

Wie gesagt: Auszüge. Und dann hat die Oberräderin Wittich noch einen besonderen Plan … aber dazu ein andermal mehr.

„Ich habe mir vorgenommen, nicht nur in diesem Jahr, sondern gar nicht mehr zu fliegen, maximal 2000 Kilometer im Jahr Auto zu fahren und den Plastikverbrauch noch weiter zu reduzieren“, schreibt Waltraud Beck aus Höchst. Wunderbar!

Helmut und Dieter Wolf haben sogar beim Darmstädter Klimaschutzwettbewerb „Nachhaltiges Bauen“ den Preis für vorbildhafte Sanierung gewonnen. In Wixhausen sanierten sie ein Dreifamilienhaus energetisch, beziehen Ökostrom und betreiben eine Fotovoltaikanlage. Außerdem erhielten sie Lob dafür, dass sie die Sanierungskosten sozialverträglich reduziert an die Mieter weiterreichten, die nun auch deutlich niedrigere Energiekosten haben. Einsparung insgesamt: 14,5 Tonnen CO2, hat Helmut Wolf errechnet. Großen Respekt!

„Was wir tun, ist nicht neu“, schreibt Gerhard Kuhn aus Eschborn: „Wir wandern.“ Zweimal im Monat sonntags in und um Frankfurt, einmal im Jahr etwa 17 Tage am Stück und einmal im Jahr beim Eschborner Fastnachtszug. Mittwochs und freitags ist Gehtreff. „Aktive Teilnehmer sind jederzeit willkommen, auch um die Klimabilanz zu verbessern“, lädt Gerhard Kuhn ein. Wir danken und sind gespannt, wie sich das auf die Wette auswirkt.

Pfiffige Ideen trägt auch Petra Weyland bei: „Die Firmenleitung dafür gewinnen, am Arbeitsplatz einen Wettbewerb zu veranstalten zum Klima-/Umweltschutz im Betrieb.“ Für die besten Ideen gibt es einen Tag Sonderurlaub. Und: „In Stadtteilcafés Bürgertreffen organisieren, wo Vorschläge zum Klima-/Umweltschutz und deren Umsetzung in der Nachbarschaft diskutiert werden.“ Das lasse sich vielleicht nicht sofort in eingespartes CO2 umrechnen, „stärkt aber auch den Zusammenhalt“.

Und das kann ja nie schaden. Allerbesten Dank an alle. Die gesammelten Infos zur Klimawette: www.fr.de/klimawette.

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