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FR Chefredakteur Thomas Kaspar (li) freute sich über die Summe von 20.000 Euro für die FR Altenhilfe. Michael Weidmann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparda Bank Hessen übergab den Scheck.
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FR-Chefredakteur Thomas Kaspar (li) freute sich über die Summe von 20.000 Euro für die FR Altenhilfe. Michael Weidmann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparda Bank Hessen übergab den Scheck.

FR-Altenhilfe

„Ich könnte vor Dankbarkeit auf die Knie gehen“

  • Kathrin Rosendorff
    vonKathrin Rosendorff
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Trotz des Corona-Jahres gab es viele Spenden. 1 154 725 Euro sind insgesamt eingegangen. Gleichzeitig wird die Altersarmut immer größer wie der Vorstandsvorsitzende der FR-Altenhilfe Hans-Dieter Klein sagt.

Wunderschöne Weihnachts-Nachrichten für die FR-Altenhilfe. Die eine Millionen-Euro-Marke ist geknackt. Bis zum Dienstag sind insgesamt 1 154 725 Euro für die von Altersarmut betroffene Seniorinnen und Senioren eingegangen. „Ich könnte vor Dankbarkeit auf die Knie gehen“, sagt Hans-Dieter Klein.

FR-Altenhilfe

Aktuell sind bei der FR Altenhilfe 1032 von Altersarmut betroffene Seniorinnen und Senioren, darunter 87 Paare regististiert.

An Weihnachtsbeihilfe konnten in diesem Jahr nun 374 250 Euro überwiesen werden.

Seit Jahren nimmt die Altersarmut zu. Der Bedarf ist groß. Die Warteliste der Antragstellerinnen und Antragsteller wird bei der FR-Altenhilfe stetig länger. Bis Ostern gibt es zunächst einen Aufnahmestopp. Wer Anträge stellen möchte, sollte dies ab Anfang März tun. Voraussetzung ist, dass sie oder er 65 Jahre alt ist und Grundsicherung erhält. Dieser Nachweis muss jedes Jahr neu geschickt werden.

Der aktuelle Spendenstand liegt bei 1 057 925,59 Euro. Das ist noch mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Da lagen die Einnahmen bei 971 096,47 Euro. Bis zum 31. Dezember 2019 war die Gesamtsumme auf 1 070 537,58 Euro. gestiegen.

Bei der aktuellen Gesamtsumme 1 154 725 Euro sind auch Einnahmen aus Bußgeld-Verfahren (4300 Euro) und aus einem außergewöhnlich hohen Nachlass (92 499 ,41 Euro) dabei.

90 Prozent der Einnahmen kämen von Privatpersonen. Eine Frau war in diesem Jahr besonders großzügig und spendete 10 000 Euro. rose

Der Vorstandsvorsitzende der FR-Altenhilfe hatte eigentlich in diesem Corona-Jahr nicht erwartet, dass die Spendenbereitschaft so groß sein würde. „In einem Jahr, in dem viele Menschen in Kurzarbeit sind, wo das Geld nicht so locker sitzt, fürchtete ich, dass es weniger Spenden geben wird.“ Und gerade deswegen sei er in diesem Krisenjahr besonders dankbar, dass so viele Menschen den Seniorinnen und Senioren weiterhin helfen. Denn wie Klein betont: „An der Altersarmut hat sich auch in Corona-Zeiten nichts geändert. Und wir sind froh, dass wir die Seniorinnen und Senioren so weiterhin unterstützen können.“

Es sind sogar mehr Spenden als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr eingegangen: Da lagen die Einnahmen bei 971 096,47 Euro. Und es sind somit jetzt schon mehr als die Gesamtsumme 2019 mit 1 070 537,58 Euro. „Ich bin schwer gespannt, auf welchen Betrag wir bis zum Jahresende noch kommen werden“, sagt Christoph Wieland von der FR-Altenhilfe. Er nimmt auch Anrufe von Spenderinnen und Spendern entgegen,

„In diesem Jahr zeichnen sich mehrere Trends ab. Einmal gibt es diejenigen, die, weil sie selbst weniger Einkommen haben, nicht spenden konnten. Gleichzeitig gab es auch andere, die eben in diesem Krisenjahr mehr spenden konnten und wollten. Manche erzählten mir, dass sie beispielsweise mehr geben, weil sie nicht mit der Familie in den Urlaub gefahren sind, und so dieses Geld an die bedürftigen Seniorinnen und Senioren geben wollten“, erzählt Wieland. 90 Prozent der Einnahmen kämen von Privatpersonen. Einige spendeten um die 1000 Euro. „Eine Frau spendete sogar 10 000 Euro“, sagt Wieland. Allein der aktuelle Spendenstand liegt bei 1 057 925,59 Euro.

10 000 Euro kamen von der Frankfurter Sparkasse, 20 000 Euro von der Sparda-Bank Hessen und 5000 Euro von der Polytechnischen Gesellschaft. Bei der Gesamtsumme sind auch Einnahmen aus Bußgeld-Verfahren (4300 Euro) und aus einem außergewöhnlich hohen Nachlass (92 499 ,41 Euro) dabei.

Aktuell hat die FR Altenhilfe 1 032 Empfänger, darunter sind 87 Ehepartner. Somit wurden für die Weihnachtsbeihilfe bis zum Mittwoch 374 250 Euro an arme Seniorinnen und Senioren ausgeschüttet. Die Einzelpersonen bekommen an Ostern und an Weihnachten jeweils 350 Euro, Ehepaare jeweils 500 Euro.

Die FR-Altenhilfe spendet auch regelmäßig an Projekte und Seniorenheime. „Den Bewohnerinnen und Bewohnern der AWO-Pflegeheime haben wir beispielsweise im Sommer Tablets spendiert, damit sie in Corona-Zeiten mit ihren Angehörigen übers Tablet sprechen können“, sagt Klein. In diesem Jahr mussten wegen Corona auch die sehr beliebten Veranstaltungen gegen die Einsamkeit wie die Weihnachtsfeier der Altenhilfe oder der Schiffsausflug ausfallen. „Das Geld, das wir durch den Ausfall der Veranstaltungen eingespart haben, können wir zumindest für andere Sachen verwenden“, so Klein. Ob und wann es Veranstaltungen 2021 geben wird, sei unklar „Wir können aktuell wegen Corona leider nichts planen“, sagt Klein.

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