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Die FR-Altenhilfe freut sich über Spenden.
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Die FR-Altenhilfe freut sich über Spenden.

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Von Kindesbeinen an in Armut gelebt

  • Clemens Dörrenberg
    vonClemens Dörrenberg
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Linda F. hat nie lesen und schreiben gelernt, und im Alter machen ihr Krankheit und Geldsorgen zu schaffen. Seit drei Jahren hilft ihr die FR-Altenhilfe, über die Runden zu kommen.

Der Schrecken sitzt tief. Erst am Vortag ist Linda F. aus dem Krankenhaus nach Hause gekommen. „Ich hatte drei Schlaganfälle“, berichtet sie. Ihre Stimme klingt noch gezeichnet von den Ereignissen.

In ihrer kleinen Wohnung, in der sie allein lebt, war die 69-Jährige gestürzt. Sie habe kaum noch sehen können, weil sie sich beim Aufprall ein blaues Auge zugezogen hatte. Einen „roten Notrufknopf“ an ihrem „Mini-Telefon“ konnte sie aber gerade noch betätigen. „Dann lag ich da, mehr weiß ich nicht“, sagt F. Die Polizei habe wohl die Tür aufgebrochen und sie wurde ins Krankenhaus gebracht.

Spenden

Überweisungen erbitten wir an: „Not gemeinsam lindern“ Alten- und Weihnachtshilfe der Frankfurter Rundschau e.V.

Frankfurter Sparkasse IBAN: DE35500502010000923630 BIC: HELADEF1822 oder Bank für Sozialwirtschaft IBAN: DE27550205000008622800 BIC: BFSWDE33MNZ

Über die Website fr-altenhilfe.de können Sie sich informieren, wie der Verein Menschen in Not unterstützt. FR

Trotz dieses Vorfalls möchte sie von sich erzählen, während ihre Tochter danebensitzt und nach der Mutter schaut. „Dass die Zeitung an alte Leute denkt, finde ich schön“, sagt Linda F. Seit drei Jahren erhält sie Unterstützung von der FR-Altenhilfe.

320 Euro hat sie monatlich zur Verfügung, nachdem von ihrem Hartz-IV-Satz die Stromkosten für die Wohnung abgezogen sind. „Lebegeld“ nennt F. ihre Grundsicherung und sagt: „Da kann man auch nicht alles kaufen, was man möchte.“ Die Zuwendung der Altenhilfe von 350 Euro, zweimal pro Jahr, nutze sie vor allem für Lebensmitteleinkäufe. Weil sie nicht mehr so beweglich ist und wenig aus dem Haus gehen kann, kauft sie dann meist für den gesamten Monat ein. „Ich esse gerne Suppen“, sagt sie. Zu Weihnachten dürfe es ausnahmsweise auch mal eine Entenkeule sein. Einen Rock wolle sie sich vielleicht auch von dem Geld der Altenhilfe leisten.

Linda F. wurde als eines von fünf Geschwistern in Hamburg geboren. „Wir haben in Armut in einem Keller gewohnt“, berichtet sie mit norddeutschem Akzent. In beengten Verhältnissen habe sie sich mit ihrer Familie eine Zweizimmerwohnung teilen müssen. Mutter und Vater hatten als Angehörige der Roma Konzentrationslager der Nationalsozialisten im Dritten Reich überlebt. Onkel und Tanten seien dort gestorben, berichtet F. Lesen und Schreiben habe sie nie gelernt. Gearbeitet hat sie in einer Schokoladenfabrik.

Mit ihrem Mann, der vor 33 Jahren gestorben ist, hat F. eine große Familie gegründet. Zu ihren sechs Kindern kommen 20 Enkel und vier Urenkel. Ihre Familie und Gesundheit seien für sie das Wichtigste im Leben, sagt sie.

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