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Thomas Blankenhorn blickt mit ehemaligen Teilnehmern in einer Ausstellung auf 25 Jahre Ferienspiele im Frankfurter Norden zurück.

Preungesheim

Fotoausstellung mit „ein bisschen Wehmut“ in Preungesheim

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Thomas Blankenhorn blickt im „Stadtraum“ auf seine Ferienspiele an der Theobald-Ziegler-Schule zurück - und begrüßt ehemalige Teilnehmer.

Immer in Bewegung, immer in Aktion sind die Kinder und Jugendlichen, die da auf den Fotos im Preungeseimer „Stadtraum“ zu sehen sind: ob beim Töpfern, Malen, Speckstein schleifen, Jonglieren oder auf Inline-Skates. „Sie waren immer gut drauf und es waren Erfolge der Kinder und der Integration“, sagt Thomas Blankenhorn.

Die Ausstellung
Die Foto-Ausstellung zu den Ferienspielen an der Theobald-Ziegler-Schule ist im „Stadtraum“, Homburger Landstraße 148 a, bis zum 18. April 2020 zu sehen. Nach vorheriger Anmeldung bei Thomas Blankenhorn führt er donnerstags von 10 bis 12 Uhr durch die Ausstellung. Zu erreichen ist er telefonisch unter 01 75 / 9 10 51 62.

Zur Vernissage am Samstag führt der Initiator der Ferienspiele an der Theobald-Ziegler-Schule, die er von 1998 bis 2015 veranstaltet hat, durch seine Foto-Ausstellung. Rund zwei Dutzend Aufnahmen sind zu sehen. Dazwischen hängen Zeitungsartikel über das Angebot, das er jahrelang in den Sommerferien und abwechselnd in den Oster- und Herbstferien auf die Beine gestellt hat.

„Angefangen hat das Ganze mit diesem Artikel“, berichtet der 72-Jährige und zeigt auf einen Rundschau-Kommentar von FR-Redakteurin Birgit Vetter. Unter dem Titel „Rechte Parolen“ kritisierte sie die Hetzkampagne eines CDU-Ortsbeiratsmitglieds mit Flugblättern gegen eine Geflüchteten-Unterkunft in der Gießener Straße. „Dort lebten Kosovo-Albaner und Eritreer“, sagt Blankenhorn, der den Kindern als Diplom-Pädagoge und Angestellter der Lehrerkooperative bei ihren Hausaufgaben half. Weil sich damals Nachbarn über Lärm beschwert hätten und das Thema schon in den Ortsbeirat geschwappt war, sah Blankenhorn Handlungsbedarf. Kurzerhand bastelte er ein Programm für die Sommerferien zusammen. Er aktivierte eine Bekannte, die Töpferkurse gab. Ein weiterer Bekannter zeigte Jonglage. Die meisten Programmpunkte übernahm Blankenhorn selbst. Mit seiner Tochter, die anfangs noch im Schul-Alter war, führte er in die Kunst des Batikens ein und färbte mit den Teilnehmern Textilien. Als Ausflug ging es zum Klettern in die Fechenheimer T-Hall.

Mit „ein bisschen Wehmut“ blicke er auf diese Zeit zurück. „Ich habe immer wieder den Eindruck gewonnen, dass die Kinder wenig aggressiv und respektvoll untereinander umgegangen sind“, sagt Blankenhorn. „Dank intensiver Förderung sind viele was geworden“, fügt er hinzu. Er hatte gehofft, dass einige zur Ausstellung gekommen wären. Die meisten wohnten noch in der Gegend. Zufällig habe er neulich einen der ehemaligen Schüler in seinem Wohnort Sachsenhausen getroffen. „Er hat ein eigenes Unternehmen für Gartenplanung und gerade an einer Zufahrtsstraße gearbeitet“, berichtet Blankenhorn. Gemeinsam hätten sie sich an die Ferien auf dem Schulhof und in der Turnhalle der „Theo“ erinnert, aber vor allem über die jetzige Tätigkeit des Preungesheimers gesprochen. Quartiersmanagerin Angela Freiberg, die Blankenhorn den „Stadtraum“ zur Ausstellung zur Verfügung gestellt hat, sagt: „Als persönliches Engagement gefragt war, hat er mit den Ferienspielen etwas angestoßen“. Die Bilder zeigten, was der Einsatz eines Einzelnen bewirken könne.

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