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Auch das Antagon-Theater erhält städtische Fördermittel.

Frankfurt

Förderung für mehr freie Theater in Frankfurt

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Der Magistrat nimmt sieben neue Ensembles in seine Zuschussliste auf. Andere müssen Abstriche machen.

Sieben freie Theater in Frankfurt sollen zum kommenden Jahr neu in die städtische Förderung aufgenommen werden. Insgesamt plant die Stadt, mehr als 40 Träger mit Geld zu unterstützen. Das steht auf der Liste, die Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) am Freitag mit dem Magistrat abgestimmt hat. Der Antrag geht nun an die Stadtverordneten. Er sieht Zuschüsse für Theatergruppen mit oder ohne eigene Spielstätte vor, aber auch Investitionen in die Infrastruktur von Produktionshäusern und gilt für einen Zeitraum von zwei Jahren.

Neu zum Zuge kommen demnach: andpartnersincrime, Eleganz aus Reflex, F. Wiesel, Hennermanns Horde, Janna Pinsker & Wicki Bernhardt, Ligna sowie textXTND mit jeweils 30 000 Euro jährlich für 2020 und 2021.

Die größten Batzen erhalten von den Theatern mit zweijährigem Förderzeitraum das Gallus Theater (350 000 Euro), das Theater Grüne Soße (203 000) und das Internationale Theater (155 000). Sechsstellig gefördert werden auch das Freie Schauspiel Ensemble (120 000), Stalburg- (116 000) und Antagon-Theater (106 000). Bei den Theatern mit Vierjahresvertrag erhalten das Freie Theaterhaus (jährlich 522 500), Frankfurt LAB (169 300), Willy Praml (158 700 für die Naxoshalle, 83 200 fürs Ensemble) und Tanzplattform (Mousonturm, 106 400) die größte Förderung. Insgesamt sind wie für 2018/2019 auch für die kommenden zwei Jahre jeweils knapp 4,2 Millionen Euro im Fördertopf; die Gesamtsumme bleibt damit gleich. Einige Theater müssen Abstriche machen, so bekommen etwa Swoosh Lieu (minus 13 200 Euro), Work of Act (minus 12 700) und die Kammeroper (minus 11 700) den Plänen zufolge deutlich weniger Geld als bisher. „Aufgrund der Begrenztheit der zur Verfügung stehenden Mittel kann nicht immer allen Bedürfnissen in voller Höhe entsprochen werden“, sagt dazu Dezernatsreferentin Jana Kremin.

Stadträtin Hartwig erklärt: „Der vom Theaterbeirat und mir gemeinsam erarbeitete Vorschlag zur Förderung ab Januar 2020 spiegelt die Diversität unserer Theaterlandschaft wider.“ Spielstätten mit oder ohne eigenes Ensemble könnten ebenso unterstützt werden wie Kollektive, die mit ganz anderen Strukturen arbeiteten.

Über die Liste und auch über den Plan, künftig für alle Theater einen dreijährigen Förderzeitraum zu vereinheitlichen (statt zwei Jahre für die einen, vier Jahre für die anderen), muss nun als nächstes Gremium der Kulturausschuss befinden. Mehr Hintergrund: www.kultur-frankfurt.de.

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