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Flughafen-Terminal 3 soll an die Schiene

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Das Land Hessen tritt in Vorleistung für die Planung und redet weiter mit Fraport über die Kostenbeteiligung. Minister Al-Wazir hält sie für „angemessen und wünschenswert“.

Die Vorplanungen für eine Schienenanbindung des neuen Flughafen-Terminals 3 können beginnen. Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hat den Planungsvertrag des Landes mit der DB Netz unterzeichnet, teilte das Ministerium am Dienstag mit.

Das Projekt sei eines von vielen, die den öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen und stark befahrene Strecken entlasten sollen. Terminal 3 soll künftig mit der S-Bahn-Linie 7 und dem Regionalexpress erreichbar sein. Die Verbindung würde den Regionalbahnhof entlasten, da die Reisenden ihn direkt erreichen können.

Der Planungsvertrag ist die Grundlage dafür, dass die Deutsche Bahn (DB) den Anschluss mit der Planung zur Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim koordiniert. „Ich bin froh, dass nun Schwung in das Projekt kommt“, sagte Al-Wazir am Dienstag in Wiesbaden. Wichtig sei eine technische und zeitliche Abstimmung der Planungen. Das Planfeststellungsverfahren für den nördlichen Abschnitt der ICE-Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim soll noch in diesem Jahr eingeleitet werden.

Wie Al-Wazir sagte, kann das Terminal 3 derzeit wegen der überlasteten Riedbahn-Strecke von Frankfurt nach Mannheim nicht angebunden werden. Für das Ein- und Ausfädeln der Züge zum Terminal brauche es zusätzliche Kapazitäten, die bis zur Realisierung der Neubaustrecke nicht verfügbar seien.

„Um nicht weiter Zeit zu verlieren, haben wir entschieden, die Anbindung an S-Bahn und Regionalexpress schrittweise umzusetzen.“ Umstritten bleibt die Frage, ob sich Fraport an den Kosten beteiligt. Al-Wazir hält eine Beteiligung für „wünschenswert und angemessen“, es gebe Gespräche. „Auch der Regionalbahnhof unter dem Terminal 1 wurde von der damaligen FAG in Teilen mitfinanziert“, sagte Al-Wazir.

Hinzu komme, dass die geplante Novellierung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes des Bundes neue und bessere Rahmenbedingungen schaffen werde, die bei der Finanzierung helfen würden. Die 5,5 Millionen Euro für die Vorplanungen finanziert das Land wegen des Zeitdrucks vor.

Auch ohne Genehmigunglagert Fraport belasteten Erdaushub von Terminal 3. Einen Teil davon will das Unternehmen in das neue Gebäude einbauen.

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