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Baustelle des Terminals 3 am Frankfurter Flughafen.

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Terminal 3 bringt mehr Lärm, mehr Dreck und mehr Verkehr

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Wenn die Fraport ein drittes Terminal am Frankfurter Flughafen will, dann muss sie auch den S-Bahn-Anschluss bezahlen. Der Kommentar.

Neue Nordwestlandebahn, Spatenstich für Terminal 3, die Grundsteinlegung und 2021 die Eröffnung des ersten Flugsteigs: Innerhalb von zehn Jahren passiert viel an dem Flughafen, der eigentlich nach der Eröffnung der Startbahn West nicht mehr wachsen sollte. Aufsichtsratsvorsitzender Karlheinz Weimar lobt den Vorstand dafür, dass er gegen Widerstände das Projekt durchgezogen hat, das die Fluggastkapazitäten um 30 Prozent gegenüber dem jetzigen Zeitpunkt vergrößert. 

Was er nicht erwähnt, ist, dass die damaligen Prognosen nur stimmen, weil Fraport mit Sonderangeboten die Low-Cost-Carrier vom Flughafen Hahn nach Frankfurt gelockt hat. Sonst läge die Zahl der Reisenden nicht bei den knapp 70 Millionen des vergangenen Jahres.

Diese zusätzlichen Passagiere verursachen nicht nur mehr Lärm und Dreck in der Luft. Sie werden auch das Verkehrsaufkommen auf der hochfrequentierten Autobahn A5 und den umliegenden Straßen drastisch erhöhen. Denn wenn in zwei Jahren Flugsteig G eröffnet, dann gibt es noch keine neue fahrerlose Bahn, die die drei Terminals miteinander verbindet. Auch die Gepäckförderanlage geht erst zwei Jahre später in Betrieb. Bis dahin wird der gesamte Transport auf der Straße erfolgen. Dank CDU-Landesregierung, die 2007 unter Roland Koch ein solches Verkehrskonzept genehmigt hat.

Wächst der Flughafen, muss auch das Schienennetz wachsen. Wenn schon ein drittes Terminal, dann eines, das an das S-Bahn-Netz angeschlossen ist. Bezahlen muss das Fraport und nicht der Steuerzahler. Denn es sind ihre Kunden und ihre Mitarbeiter, die davon profitieren.

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