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Flughafen Frankfurt: Rechtsextremistin darf nicht einreisen

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Von: Georg Leppert

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Die Spanierin hatte eine Hakenkreuzfahne und eine Ausgabe von „Mein Kampf“ dabei.

Die Bundespolizei hat der spanischen Rechtsextremistin Isabel Peralta am Frankfurter Flughafen die Einreise verweigert. Wie die Behörde mitteilte, hatte die 19-Jährige eine Hakenkreuzfahne und eine spanische Ausgabe des Buchs „Mein Kampf“ von Adolf Hitler im Gepäck.

Peralta wird zu den führenden Köpfen in der rechtsextremen Szene in Spanien gezählt. Sie soll großen Einfluss in der „Bastion Frontal“ haben, die insbesondere gegen Geflüchtete aus Nordafrika hetzt. Auch soll Peralta Kontakte zur extrem rechten Partei „Der dritte Weg“ in Deutschland haben. Wie die Bundespolizei mitteilte, plante die Spanierin in Deutschland womöglich „eine Teilnahme an Veranstaltungen des rechtsextremistischen Spektrums“. Ins Detail gingen die Ermittler:innen nicht.

Laut Polizeibericht war Peralta am Dienstag in Frankfurt gelandet. Dass sie genauer kontrolliert wurde, was bei Flügen innerhalb der EU eher ungewöhnlich ist, dürfte an einem Tipp der spanischen Polizei gelegen haben, wie der „Spiegel“ berichtete.

In ihrer Vernehmung gab Peralta an, sie habe ein persönliches Interesse an deutscher Geschichte und brauche die Nazidevotionalien für ihr Geschichtsstudium. Die Polizei überzeugte sie damit nicht. Sie leitete ein Verfahren wegen Verbreitung von Propagandamitteln sowie Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen ein und schickte Peralta am Mittwoch zurück nach Madrid. geo

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